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Gutes Wasser ist teuer

emi Salzhausen. Die Samtgemeinde Salzhausen muss für zwei Sanierungsprojekte in diesem Sommer tief in die Tasche greifen: Parallel sollen das Wasser- und das Klärwerk instand gesetzt werden. Die Sanierung des Wasserwerkes in Salzhausen schlägt laut Bauamtsleiter Andreas Ristau mit insgesamt knapp 1,2 Millionen Euro zu Buche. Rund 610000 Euro fallen für die Ausbesserung des Umlaufgrabens am Klärwerk an. Beide Projekte hat jetzt der Ausschuss für Bauleitplanung, Ver- und Entsorgungsbetriebe der Samtgemeinde Salzhausen beraten.

In den knapp 1,2 Millionen Euro, die für die Sanierung des Wasserwerkes anfallen, seien 625000 Euro für den Bau eines weiteren Brunnens und die dazugehörige Leitung zum Wasserwerk enthalten, sagt Ristau. Die Summe sei bereits im Haushalt veranschlagt. Hinzu kämen noch 575000 Euro, „zum Beispiel für die Modernisierung und Automatisierung der Filterspülung sowie allgemeine Instandhaltungsmaßnahmen“, so der Bauamtsleiter. Die Summe soll ab 2014 über vier Jahre möglichst gleichmäßig über den Samtgemeindehaushalt verteilt werden.

Der Bau eines zweiten Brunnens für das Wasserwerk war nötig geworden, weil der schon bestehende Brunnen aufgrund einer Sanierung im Frühjahr 2012 weniger Wasser als zuvor fördert. „Bei einem Spitzenbedarf im Sommer, wenn viele Anwohner ihre Rasensprenger anstellen, reicht die Wassermenge von bis zu 60 Kubikmetern pro Stunde nicht aus“, sagt Ristau. „An normalen Sommertagen gibt es aber keine Probleme.“

Im vergangenen Herbst wurden bereits Probebohrungen durchgeführt und Wasserproben entnommen. „Derzeit laufen die geologischen Untersuchungen, sie stehen aber kurz vor dem Abschluss“, informiert der Bauamtsleiter. Gebaut werden kann erst dann, wenn die Genehmigung auf dem Tisch liegt. „Wir gehen aber davon aus, dass wir das im Sommer durchführen können“, zeigt sich Ristau zuversichtlich.

Parallel dazu soll der Umlaufgraben des Klärwerkes in Salzhausen saniert werden. „Weil wir nur einen solchen Graben haben, der das Abwasser auffängt und in Bewegung hält, können wir ihn aber nicht einfach außer Betrieb nehmen“, sagt Ristau. Deshalb sollen zwei große Behälter mit Rührwerk als Ersatz aufgebaut werden. Ursprünglich sollte die gesamte Maßnahme zirka 490000 Euro kosten. Doch unterhalb der für die Behälter vorgesehenen Stelle, in rund fünf Meter Tiefe, hat man nun Moor entdeckt. „Das heißt, wir müssen tiefer graben. Dadurch ist ein Vorbau erforderlich, um die Böschung abzufangen und eine Grundwasserabsenkung durchzuführen“, erklärt der Bauamtsleiter. Dies sei teurer als geplant. Die Verwaltung hat nun den Auftrag, die Mehrkosten von zirka 120000 Euro im Haushalt überplanmäßig bereitzustellen.