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Ein Stübchen für Jung und Alt

emi Artlenburg. Artlenburg hat künftig einen neuen „unkomplizierten Treffpunkt“, freuen sich die Pastorin der St.-Nicolai-Kirche, Uschi Schaefers-Weskott, und die Mitinitiatorinnen der Kirchengemeinde. Das neue St.-Nicolai-Stübchen im evangelischen Gemeindehaus am Kirchsteig 1b öffnet am Montag, 4. März, um 10 Uhr zum ersten Mal seine Pforten – für jedermann. Darauf legen die sieben ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die das Stübchen in Zukunft betreiben wollen, Wert. Sie laden Neugierige am Eröffnungstag zu einem kleinen Stehempfang ein. „Die Leute können sich ein bisschen umgucken und bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch kommen“, sagen sie, „wir würden uns über viele Gäste freuen.“

Im St.-Nicolai-Stübchen in Artlenburg sollen Jung und Alt künftig immer montags von 10 bis 11.30 Uhr die Gelegenheit haben, bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu klönen. Parallel dazu hat der Eine-Welt-Laden mit seinem Angebot an fair gehandeltem Kaffee, Tee, Honig und Schokolade geöffnet.

Auf Interessierte warten außerdem Regale voller aktueller Bücher, die zum Schmökern vor Ort einladen oder kostenlos ausgeliehen werden können. „Man darf auch ein Buch aus dieser Sammlung verschenken, wenn man dafür ein anderes wiederbringt“, verspricht Schaefers-Weskott.

Umgekehrt nehmen die Mitarbeiterinnen gerne Bücher aus privaten Beständen entgegen, um das Angebot zu erweitern. Eine Einschränkung gibt es allerdings: „Bücher, die schon länger als zwei Jahre im Bücherschrank stehen, finden bei uns erfahrungsgemäß keine Abnehmer.“ Die Pastorin bittet deshalb um Verständnis, dass diese Bücher von ihnen nicht angenommen werden können. „Wir finden das einen schönen Anlass, dass die Leute hierher kommen können, um ein Buch auszuleihen“, sagt Schaefers-Weskott, „denn wir lesen selber gern.“ Aber die Lektüre sei natürlich keine Pflicht: „Bei uns muss man nichts. Man muss weder regelmäßig kommen, noch pünktlich. Man muss auch nichts im Eine-Welt-Laden kaufen, wenn man nicht will. Alles soll locker ablaufen.“

Das St.-Nicolai-Stübchen biete die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen. „In unseren Ortschaften gibt es immer weniger selbstverständliche Treffpunkte“, bedauert die Pastorin, „der Bäcker ist weg, die Sparkasse ist weg und die Post auch. Wir wollten deshalb diese Möglichkeit schaffen.“

Für die Zukunft wünschen sich die engagierten Damen der evangelischen St.-Nicolai-Kirchengemeinde: „Viele Besucher, neue Menschen kennenzulernen und gute Gespräche.“