Donnerstag , 29. September 2016
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350 000 Euro für Gutachten und Berater

ahe Lüneburg. Die Stadt Lüneburg hat im vergangenen Jahr 350 000 Euro für Gutachten und Beratungsleistungen ausgegeben. Die Verwaltung griff immer dann auf externe Experten zurück, wenn im eigenen Haus nicht ausreichend Wissen oder Kapazitäten vorhanden waren und es einen zwingenden Informationsbedarf gab. Details legte die Verwaltung nun im Rat vor.

Am teuersten war die Hilfe der Experten im Fall der Hospitalstiftungen. Knapp 100 000 Euro zahlte die Stadt an die Hannoveraner Profund GmbH, damit die ausarbeitet, wie die Stiftungen so ausgerichtet werden können, damit das Vermögen auch für andere Zwecke als bisher verwendet werden kann. Eine Menge Geld für ein Gutachten, fanden Linke und CDU und schalteten die Kommunalaufsicht des Landes an, damit die prüfe, ob das alles seine Ordnung hat. Das Ergebnis liegt nun vor: Es gibt keinen Grund zur Beanstandung. Das Gutachten selbst soll in Kürze vorliegen.

„Bei den Ausgaben für Gutachten könnten wie eine Menge sparen“, findet MichÉl Pauly (Linke). Auch eine Expertise zur A 39, immerhin 55 000 Euro teuer, hält er für überflüssig. Ganz anders sieht das OB Ulrich Mädge: „Alle von uns in Auftrag gegebenen Gutachten waren politisch bedeutsam. Gerade im Fall der A 39. Nur dadurch haben wir letztlich mehr Lärmschutz für die Lüneburger und die Tunnellösung erreichen können. Und bei den Hospitalstiftungen haben wir für unser Geld sehr viel Fachwissen von sechs ausgewiesenen Experten bekommen. Mich wundert es, dass Sie hier Kritik üben, aber als diese Gutachter bei uns waren, Sie nicht den Mut hatten, Ihnen zu sagen, dass Sie in Ihren Augen offenbar keine Ahnung haben.“