Donnerstag , 29. September 2016
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Besuch auf dem Dach der Welt

sel Hohnstorf/Elbe. Frühstückstreffen für Frauen gibt es in vielen Orten. Kombiniert mit einem Vortrag sind sie beliebte und gut besuchte Veranstaltungen, auf denen Frauen sich austauschen. Dass es auch ein Pendant für Männer gibt, ist weniger bekannt. Und das, obwohl die Kirchengemeinden Hittbergen-Echem und Artlenburg bereits seit 1999 ein Männerfrühstück anbieten.

„Seit 2010 gibt es zwischen den Gemeinden eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Vierteljährlich findet, jeweils am ersten Sonnabend, in diesem Rahmen ein Männerfrühstück statt“, erklärt Pastor Axel Küster das gemeinsame Angebot. Nach der Stärkung hören sich die Männer Reise- oder Erfahrungsberichte an oder machen sich zu Ausflügen auf. „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits das Bardowicker Hospiz, die Fischtreppe in Geesthacht und die Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht“, sagt Jörg Ramm-Schneider. Gemeinsam mit Pastor Küster organisiert er die Veranstaltungen.

Jetzt nahm der Avendorfer Eckhard Kummer 27 Männer im Hohnstorfer Gemeindehaus mit auf eine eindrucksvolle Reise nach Nepal, genauer gesagt: bis ins Base Camp des Mount Everest.

Im Herbst 2011 machte sich Kummer gemeinsam mit 13 anderen Treckern, mit nepalesischen Trägern und Guides auf eine 28 Tage lange Wanderung, die in einer Höhe von 5 550 Meter endete – mit einem fantastischen Blick auf den Mount Everest. Spektakuläre Fotos von sattgrünen Terrassenfeldern, reißenden Gebirgsflüssen, engen Bergwegen und schmalen Hängebrücken vermittelten einen Eindruck von der ureigenen Schönheit Nepals. Maultiere und Yaks, die schwer bepackt in Karawanen über steinige, steile Pfäde trotten und Klöster, die in leuchtenden Farben die Wanderer anlocken, gehörten zu den Fotos, die Kummer zu einem Lichtbildvortrag zusammengefügt hatte.

Betende Menschen auf Dächern, neugierige Kinder in Schuluniformen und überall bunte Gebetsfähnchen, die im Wind flattern. Kummer berichtete von Kuriosem wie der „Hot Shower“, die man sich hätte gönnen können. „Dabei kippt ein Nepali warmes Wasser von oben in eine Duschkabine“. Er selbst habe auf eine Dusche verzichtet, da das Wasser mit Feuerholz erwärmt werden müsse – ein seltenes Material in den Höhen des Himalaya. Er erläuterte einige grundsätzliche Gegebenheiten für Trecking-Touren durch Gebirge: „Man muss viel, viel trinken und sollte pro Tag nicht mehr als 400 Meter Höhe machen. Und immer etwas niedriger schlafen, als man an Höhe gemacht hat.“

Er selbst, so erzählte der Avendorfer (54), der im Tesper Gemeinderat sitzt, habe sich auch körperlich auf die Tour vorbereitet. Das nächste Männerfrühstück findet am Sonnabend, 1. Juni, um neun Uhr im Gemeindehaus Hittbergen statt. Um Anmeldungen wird gebeten bei Axel Küster oder Jörg Ramm-Schneider.