Dienstag , 27. September 2016
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Mädge wieder Präsident des Städtetages

sp Lüneburg. Ulrich Mädge ist neuer Präsident des Niedersächsischen Städtetages (NST). Bei der Sitzung des Präsidiums in Rinteln wählten ihn die Mitglieder des Gremiums einstimmig. Der bisherige Präsident Frank Klingebiel aus Salzgitter ist zu Mädges Stellvertreter gewählt worden. „Ich freue mich, dass ich in dieser verantwortungsvollen Position die Interessen der Kommunen in Niedersachsen vertreten und an der Zukunft des Landes mitgestalten darf“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeister.

Er sieht bei drei Themen akuten Handlungsbedarf: bei der Bildung, bei den Kosten der Grundsicherung und bei leistungsfähigen Gebietszuschnitten: „Die Bildungsreform muss weiter vorangetrieben werden. Wir brauchen eine geschlossene Bildungskette von der Krippe bis zur weiterführenden Ganztagsschule. Nur so bringen wir unsere Kinder auf den richtigen Weg.“ Hier liege eine große Last auf den Schultern der Kommunen. „Städte und Gemeinden müssen finanziell ausreichend ausgestattet werden, um die Bildung vor Ort weiter voranbringen zu können“, fordert Mädge. Gleiches gelte für die Grundsicherung. „Das Geld, das der Bund dafür bereitstellt, muss endlich bei den Kommunen ankommen und darf nicht beim Land hängenbleiben.“

Auch der demographische Wandel stelle die Kommunen vor große Herausforderungen. „Städte und Gemeinden müssen prüfen, ob sie allein noch zu einer leistungsfähigen Selbstverwaltung in der Lage sind. Neue Gebietszuschnitte können dabei helfen, Kompetenzen zu bündeln“, sagt Mädge. Für ihn ist es bereits die vierte Amtsperiode als Chef des kommunalen Spitzenverbands. Mädge bekleidete das Amt von März 1997 bis Juni 1998, von März 2002 bis September 2004 sowie von März 2008 bis September 2010. Der Wechsel von Präsident und Vizepräsident an der Spitze des NST erfolgt verabredungsgemäß zwischen den großen Gruppen des Präsidiums alle zweieinhalb Jahre.