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Krippe in der Grundschule?

sel Echem. Kinder aus Echem, Hittbergen und Lüdersburg besuchen den evangelischen Kindergarten „Peter und Paul“ in Lüdersburg, zu dem seit Kurzem auch eine Krippe mit 15 Plätzen für unter dreijährige Kinder gehört. War bislang die evangelische Kirche Betreiberin der Einrichtung und somit Vertragspartnerin für die drei Gemeinden, hat jetzt der evangelische Kindertagesstättenverband Lüneburg diese Aufgabe übernommen. Deshalb müssen die drei Gemeinden mit dem Verband einen neuen Betriebsführungsvertrag abschließen.

Nachdem Hittbergen und Lüdersburg diesen Vertrag bereits unterschrieben hatten, stand er jetzt auf der Tagesordnung bei der jüngsten Sitzung des Echemer Gemeinderates. Nicht nur formell, auch inhaltlich wurde einiges in dem Vertragswerk geändert. So steigt die Zahl der Kuratoriumsmitglieder von acht auf zwölf: Die vier zusätzlichen stimmberechtigten Mitglieder sind zwei Gruppensprecher und zwei Vertreter aus der fachlichen Betreuung des Kindergartens. „Das Kuratorium entscheidet nicht über finanzielle Angelegenheiten wie zum Beispiel die Beitragshöhe“, betonte Harald Heuer (CDU), stellvertretender Bürgermeister von Echem.

Rolf Peters (SPD) tut sich schwer mit dem Vertrag: „Die Gemeinden zahlen viel Geld, können aber über die pädagogische Arbeit kaum mitbestimmen.“ Heuer widersprach: „Sie können über die Gruppengrößen mitentscheiden.“ Und zu den Finanzen: „Die Gemeinden zahlen lediglich ihren Pflichtanteil. Die Kirche stellt das Gebäude zur Verfügung und beteiligt sich über die Pauschalbeiträge für die Betriebskosten weiterhin finanziell.“