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Gedankenspiele zu Aula-Ausbau

ki Bienenbüttel. Einen ersten Entwurf zur energetischen Sanierung, zum barrierefreien Umbau des Eingangsbereiches sowie der Aula-Erweiterung der Grundschule Bienenbüttel stellte jetzt der Architekt Hans-Peter Fischer bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Bienenbüttel vor. Den Anstoß für das Vorhaben hatte ein Ausschuss aus Schülern, Lehrer- und Elternvertretern gegeben, der sich auch an den Besprechungen des Fachausschusses beteiligt hatte. Jetzt stand das Thema dort zur Entscheidung auf der Tagesordnung.

Energetisch gesehen müsste vieles bei der Grundschule in Angriff genommen werden: Die Fenster sind nur einfach verglast, die Dachkonstruktion ist schlecht gedämmt. Doch so sei Anfang der 1970er Jahre gebaut worden, sagte Architekt Fischer. An einer Ecke hatte er die Deckenplatten entfernen lassen, um den Blick frei zu geben auf die darunterliegenden Balken sowie die nach heutigen Maßstäben dürftige Wärmedämmung. Sollte das komplette Paket geschnürt werden, mit energetischer Sanierung, barrierefreiem Umbau und Aula-Erweiterung, geht Fischer von einem Kostenrahmen von 319 000 Euro inklusive Baunebenkosten aus. Der jetzige Eingangsbereich mit Außenüberdachung soll bis an die Stufen verlängert und geschlossen werden und würde damit der Schulaula zusätzlichen Platz für eine ebenerdige Bühne bieten. Zudem würde wenige Meter vom alten Eingang entfernt ein neuer barrierefreier Zugang zur Schule geschaffen werden.

Der Fußboden in der Schulaula müsste komplett erneuert und isoliert werden. Die Fensterfronten sollen grundsätzlich erhalten bleiben, aber gegen aktuelle hochgedämmte Fenster ausgetauscht werden. Neben neuer Wärmedämmung müsste zudem noch eine neue Akustikdecke eingebaut werden. Hinzu kämen die Erneuerung der Elektroinstallationen sowie der Brandschutzanlagen.

Nach der Vorstellung der umfangreichen erforderlichen Maßnahmen im energetischen Bereich und der Kosten fragte Ausschussvorsitzender Tieding nach Einsparmöglichkeiten bei den vorgestellten Investitionsmaßnahmen. Laut Fischer ließen sich rund 30 000 Euro einsparen, wenn auf die Aula-Erweiterung verzichtet würde, die gleiche Summe schlüge jeweils für Fußboden- und Dacherneuerung zu Buche.

In den Sommerferien, das machte Fischer dem Ausschuss deutlich, ließen sich die Arbeiten nicht fertigstellen. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund drei Monaten. Der Bauausschuss ignorierte schließlich die Bitte von Bauamtsleiter Uwe Gundlach, sofort eine Beschlussempfehlung zu geben, sonst werde es mit dem Bau in diesem Jahr nichts mehr. Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, das Thema noch einmal zur Beratung in die Fraktionen zu geben, um mögliche Einsparungen abzuwägen.