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Ehrgeiziges Krippenprojekt auf Kurs

dth Reppenstedt. Mit später insgesamt 60 Plätzen wächst die kommunale Kinderkrippe in Reppenstedt derzeit zu einer der größten im Landkreis Lüneburg heran. Dabei laufen nach Auskunft von Gellersens Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers die Bauarbeiten derzeit so zügig, dass das neue Gebäude voraussichtlich schon im Mai fertiggestellt sein wird, rund zwei Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan.

Damit habe die Reppenstedter Krippenleitung bis zum Start der nach Plätzen dann doppelt so großen Betreuungseinrichtung noch ausreichend Zeit, sich um die Inneneinrichtung zu kümmern und sich organisatorisch vorzubereiten. Röttgers: „Mithilfe der erweiterten Kinderkrippe werden wir voraussichtlich die gesetzlich vorgegebene Betreuungsquote von 35 Prozent für Kinder im Alter unter drei Jahren übererfüllen.“ Und nicht nur in dem Bereich.

Auch das Verhältnis von Betreuern zu Kindern liegt in Reppenstedt über den gesetzlichen Mindestanforderungen. Anstatt zwei Kräfte pro 15-köpfiger Krippengruppe halten die Reppenstedter jeweils drei Mitarbeiter vor. Das gilt in der Reppenstedter Krippe jetzt mit 30 Plätzen und das soll auch weiterhin mit 60 Plätzen so bleiben. Die Leitung wird weiterhin die Diplom-Sozialpädagogin Britta Hummel (42) innehaben, wird sich angesichts der neuen Größe der neuen Einrichtung dann vollkommen auf diese Funktion konzentrieren. „Ich werde dafür freigestellt“, sagt sie. Ihr Ziel wird es weiterhin sein, „dass sich alle Kinder bei uns wohlfühlen“. Bei dem Krippenkonzept werde der „Sozialorientierte Ansatz“ verfolgt: bei den Themen in der Krippenarbeit werden die aktuellen persönlichen Erlebnisse aufgegriffen, so Hummel.
Derzeit ist die bestehende Krippe mit 30 Plätzen voll ausgelastet. Für den erweiterten Betrieb ab August liegen bereits rund 20 Voranmeldungen vor. Samtgemeindebürgermeister Röttgers kündigt an: „Auch wenn zu Beginn nicht alle Plätze belegt sein werden, starten wir im August mit voller Personalstärke.“ Und er ergänzt: „Auch die Kinderkrippe Westergellersen, die erst mit zwei Kindern den Betrieb im vergangenen November aufgenommen hat, wird dann voll ausgelastet sein.“

Derzeit sind für den Erweiterungsbau der Reppenstedter Kinderkrippe laut Verwaltungschef Röttgers rund 350000 Euro verbaut. Insgesamt rechnet die Samtgemeinde inklusive der Gestaltung des Außengeländes, rund 2000 Quadratmeter, mit zirka 560000 Euro. Mit dem Neubau wird ein Teil des vorhandenen, T-förmigen Krippenbaus gespiegelt. Die Nutzfläche erweitert sich von bisher 356 Quadratmeter auf dann 637 Quadratmeter. Zusätzlich zu den zwei weiteren Gruppenräumen wird auch ein Bewegungsraum eingerichtet, der ab einer drei Krippengruppen vorgeschrieben ist.

Mit der Krippenerweiterung erhöht sich für die Samtgemeinde als Trägerin auch das Zuschussgeschäft, da der Betrieb nicht allein durch Elternbeiträge bezahlt werden kann. Für dieses Jahr rechnet die Samtgemeinde für die Krippen Westergellersen und Reppenstedt noch mit einem notwendigen Zuschuss von 246000 Euro, ab 2014 sollen es schon 338000 Euro sein. Hinzu kommen die Zuschüsse für die Kindergärten, die in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 1,3 Millionen Euro betragen werden.