Aktuell
Home | Lokales | Ein solides Fundament
3102518.jpg

Ein solides Fundament

sel Hohnstorf/Elbe. Fast 5,7 Millionen Euro war die Gemeinde Hohnstorf/Elbe am 31. Dezember 2008 wert – viel dürfte sich an diesem Wert bis heute nicht verändert haben. Den größten Batzen, nämlich 3,4 Millionen Euro, machen gemeindeeigene Straßen und Gebäude aus. Aufgelistet sind diese und alle anderen Werte in der Eröffnungsbilanz für das Jahr 2008, die Bürgermeister André Feit (CDU) jetzt bei der Gemeinderatssitzung im Fährhaus vorstellte. An seiner Seite Astrid Peters, Kämmerin der Samtgemeinde, die gemeinsam mit ihren Mitarbeitern die Bilanz erarbeitet hatte und dafür den Dank des Gemeinderates bekam. Sie ergänzte Feits Aussagen: „Mit einer Eigenkapitalquote von 95,1 Prozent ist die Gemeinde sehr gut aufgestellt.“

Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Feit auch mit den Zahlen des aktuellen Etats, auch wenn der Ergebnishaushalt zunächst nicht ausgeglichen werden kann (Erträge: 1 741 800 Euro, Aufwendungen: 1 764 200 Euro). Das Minus von 22 400 Euro könne entweder durch den Grundstücksverkauf Im Feld (45 000 Euro) oder durch Überschüsse, die in den Vorjahren angespart wurden, ausgeglichen werden, erläuterte er. Oder auch durch die Rückerstattung von zwei Prozent der Samtgemeindeumlage, die die Samtgemeinde möglicherweise im Herbst an die Mitgliedsgemeinden ausschütte, erklärte Kämmerin Peters. „Das wären für Hohnstorf 23 000 Euro.“

Größte Investition in diesem Jahr wird der Ausbau der Straße An der Schmiede sein. 180 000 Euro sind als Posten in den Etat eingestellt, wobei der Rat „noch beschließen muss, wie hoch die prozentuale Beteiligung der Anwohner an den Kosten sein wird“, erklärte der Vorsitzende des Bauausschusses, Michael Schamann (SPD). Der Haushaltsentwurf stieß allseits auf positive Resonanz. Andreas Köhlbrandt (SPD) verdeutlichte, dass der Gemeinde nach Abzug des Kindergartenzuschusses lediglich 160 000 Euro für ihre Pflichtaufgaben blieben.

Umso erfreulicher sei mit einer rechnerischen Pro-Kopf-Verschuldung von 117 Euro die Schuldenentwicklung. Am Ende des Jahres wird die Gemeinde zudem voraussichtlich über liquide Mittel in Höhe von 512 000 Euro verfügen.

Einstimmig beschloss der Rat den Haushaltsentwurf. In ihm enthalten ist auch der Posten von 1600 Euro, der als monatliches Taschengeld von 250 Euro an einen potenziellen FSJ-ler ausgezahlt werden sollen. Die CDU hatte beantragt, im gemeindlichen Kindergarten eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr zu schaffen. „Als Träger sollten wir uns dafür einen Verein wie das DRK suchen“, erläuterte Bürgermeister Feit.

Für die SPD-Fraktion beantragte Gudrun Kirchhübel, die 1600 Euro mit einem Sperrvermerk in den Etat zu stellen und zunächst zu prüfen, ob die Gemeinde überhaupt ein FSJ anbieten könne. Aber die CDU-Mehrheitsfraktion lehnte den SPD-Antrag ab und votierte für eine sofortige Einrichtung der Maßnahme. „Wenn wir keinen FSJ-ler haben, dann geben wir das Geld, das dafür im Haushalt vorgesehen ist, nicht aus. Dafür brauchen wir keinen Sperrvermerk“, sagte Bürgermeister André Feit.