Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Wie die Lüneburger leben wollen

ben Lüneburg. Die Initiatoren des Projektes „ZukunftsWerkStadt“ haben viele Fragen. Was bedeuten gutes Leben und Nachhaltigkeit für die Lüneburger? Wie wollen die Menschen in der Stadt in 20 Jahren leben? Antworten sollen die Bürger selbst mitentwickeln – bei einer Zukunftstagung am Sonnabend, 23. März, in der Zeit von 9.30 bis 19.30 Uhr im Glockenhaus. „Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürger. Uns geht es um die Verbindung von denen, die bereits aktiv sind, mit denen, die es werden wollen“, sagt Stephan Seeger von der Initiative DialogN.

Mehr als 15 Vereine und Initiativen werden ihre Arbeit vorstellen, Interessierte sollen zum Mitmachen angeregt werden, können eigene Vorschläge einbringen. Zum Beispiel in einem der Workshops zu Themen wie nachhaltiges Wirtschaften, Malen für ein gutes Leben oder sie stellen ihre Anregungen beim Potenzialcheck für neue Ideen zur Diskussion. Zum Abschluss der Zukunftstagung sollen die Teilnehmer ihre Vorschläge mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge diskutieren können. Annegret Kühne von DialogN sagt: „Wir nehmen auch kurzfristig Anmeldungen für eigene Aktionen oder Themenrunden an.“

Seit Monaten schon laufen in Zusammenarbeit mit DialogN, der Stadt und der Universität zahlreiche Bürgerbeteiligungsprojekte in Lüneburg. Ziel ist es, Menschen zum Mitmachen anzuregen und Initiativen zu vernetzen. Ein erster Schritt dazu ist die Initiativen-Landkarte, auf der 31 Lüneburger Initiativen künstlerisch-kreativ ihren Aktionsbereichen, Zielen und Zielgruppen zugeordnet werden. So werden Überschneidungen erkennbar, die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bieten. Entstanden ist die Karte als grafisches Protokoll eines Initiativen-Workshops. Stephan Seeger sagt: „Viele haben da begriffen, dass sie in dem, was sie tun, nicht allein sind, und es viele Wege gibt, die man miteinander gehen kann.“

Immer im Fokus stehen Ideen einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung für Lüneburg. Die Themen sind weit gefächert, es geht um Energie, um Wohnen, Kunst, Kultur oder Umwelt. Rund 350 Männer und Frauen hält DialogN über den E-Mail-Verteiler auf dem Laufenden, informiert über Runde Tische zu Themen wie Ernährung oder Stadtentwicklung, lädt zu Diskussionsrunden, Mitmach-Aktionen und Bürgergesprächen mit Vertretern der Stadt. Häufig mit dabei ist Dr. Karl-Heinz Rehbein, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Stadt. Er sagt: „Es ist eine neue Form der Bürgerbeteiligung.“ Die Stadtverwaltung kommuniziere mit den Bürgern auf Augenhöhe. Die Leuphana unterstützt mit wissenschaftlichem Input, profitiert ihrerseits von der Verbindung aus Theorie und Praxis, sagt Prof. Daniel Lang: „Es geht darum, gemeinsam zu lernen und ein Format für die Zusammenarbeit zu finden.“ So haben Uni und Stadt bereits einen Praxisleitfaden zum Thema Energiewende entwickelt, der Ideen zur Umsetzung für die Verwaltung bereithält und die sich laut Rehbein „auf andere Bereiche übertragen lässt“. Weitere Informationen zu den Beteiligungsprojekten und zur ZukunftsWerkStadt gibt es unter www.dialogn.de oder unter Tel.: 2 84 28 55. Anmeldungen für die Zukunftstagung per E-Mail an s.seegers@dialogn.de.