Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Hotel mit 100 Betten für Erbstorf

pet Adendorf. Mit dem Café und Restaurant „Lim’s“ an der Erbstorfer Landstraße am östlichen Adendorfer Ortsrand betreibt Allan B. K. Lim seit 2004 erfolgreich ein Lokal – jetzt hat er an gleicher Stelle noch Größeres vor: Direkt angrenzend an das „Lim’s“, im Dreieck zwischen Dorfstraße und Erbstorfer Landstraße, soll ein 100-Betten-Hotel entstehen. Das bestätigte Lim am Wochenende gegenüber der LZ. Die Planungen laufen auf Hochtouren, in der vergangenen Woche hat sich der Ausschuss für Umwelt und Planung der Gemeinde Adendorf mit dem Projekt beschäftigt und einstimmig dafür gestimmt, die Arbeiten zur Änderung des Bebauungsplans weiter voranzutreiben.

Die Anzahl der Hotelübernachtungen in Lüneburg boomt – ein Rekord von etwa 298 000 war 2011 erzielt worden, ähnlich hoch dürften die Zahlen für das vergangene Jahr sein. Die Bettenkapazität in der Hauptsaison, also in den Sommermonaten, sei fast ausgelastet, auch in der Weihnachtszeit werde es eng in Lüneburg, hatte Stefan Pruschwitz, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH, Ende vergangenen Jahres erklärt. Pruschwitz weiter: „Ich sehe mittelfristig Potenzial für mindestens ein weiteres Hotel.“

Ein Hotel, geplant vom Betreiber des „Lim’s, wie es in Erbstorf, gerade einmal sechs Kilometer vom Lüneburger Stadtzentrum geplant ist, könnte die Hotelbetriebe in der Stadt entlasten und gerade für Bustouristen interessant werden. Weitere Einzelheiten wollte Allan B. K. Lim, der weitere Lokale in Buchholz und Winsen betreibt, nicht nennen. Nur: „Wir möchten mit dem Bau so schnell beginnen wie möglich.“

Die Zustimmung für das ehrgeizige Vorhaben in Erbstorf war im Umwelt- und Planungsausschuss jedenfalls groß. Eine Scheune und Nebengebäude stehen zurzeit auf dem Grundstück, das an den Festsaal des Lim’s angrenzt. Als „Mischgebiet“ sei das Gelände eingeordnet, erklärte Adendorfs Bauamtsleiter Christian Ninnemann, „ein Hotelbau wäre schon jetzt zulässig“.

Die Änderung des Bebauungsplans Nr. 27 „Erbstorf Ortsmitte“ sei aber notwendig, um die „Grundflächenzahl“, die den Anteil eines Baugrundstücks angibt, der bebaut werden darf, zu erhöhen. Die Architektur der direkt an die Erbstorfer Landstraße angrenzenden Scheune solle sich im späteren Hotelneubau wiederfinden, war im Adendorfer Umwelt- und Planungsausschuss zu hören.

Die Beteiligung der Bürger in Form einer Informationsveranstaltung hatte die Verwaltung nicht vorgesehen. „Weil im Bebauungsplan nicht viel geändert wird“, begründete Bürgermeister Thomas Maack (SPD). Die Bürgerinformation wird aber von den Ratsmitgliedern gewünscht. „Wir sollten das machen“, befand Sören Schierholz (SPD). Jörg Schmelter (CDU) sagte: „Die Beteiligung ist nicht zwingend erforderlich, sie schadet aber auch nicht.“ Und Bärbel Sasse (Grüne) erklärte: „Die Bürger sollten kurzfristig mitgenommen werden.“

Maack blickte in die Zukunft und sagte: „Der Hotelneubau ist aus unserer Sicht sehr zu begrüßen, eine Bereicherung für Erbstorf und für Adendorf.“ Die Übernachtungszahlen in der Region seien „gigantisch mit steigender Tendenz“. Der Standort sei unter anderem „für Busreisende, die ein, zwei oder drei Nächte kommen, ideal“. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass das künftige Hotel „ansprechend aussieht, vor allem, weil es im Stil des vorhandenen Scheunengebäudes wieder aufgebaut wird“.