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Ein Ende mit lautem Knall

rg Gülden. Drei Wochen haben die Vorbereitungen gedauert – und dann ist alles in drei Sekunden vorbei. Ein lauter Knall, unmittelbar danach ein zweiter, dann ein dumpfer Schlag, und der Aussichtsturm auf dem Hohenmechtin ist Geschichte. Seit 1971 hat der 22 Meter hohe Turm dort, auf dem höchsten Punkt Lüchow-Dannenbergs, gestanden und Besuchern einen einmaligen Blick über den Drawehn und die Elbhöhen ermöglicht. Jetzt liegt er zerschmettert im Schnee, gefällt von Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW). Gefällt, weil er in die Jahre gekommen war und Experten ihn nicht mehr für uneingeschränkt sicher hielten. Ein Todesurteil für den Turm.

Vor drei Wochen waren Dan Lingenauber als leitender Sprengmeister und die Spezialisten des technischen Hilfswerkes zum ersten Mal auf den Hügel gefahren, um sich ein Bild von der Aufgabe zu machen, die sie für den Naturpark Elbhöhen-Wendland als Träger des Turms übernommen hatten. „Einen solchen Turm zu sprengen, ist eine besondere Aufgabe“, so Lingenauber.

Bevor die Sprengspezialisten ans Werk gingen, kamen Motorsägen zum Einsatz. Mit präzisen Schnitten schwächten die THWler die Konstruktion, sodass die Sprengmeister dem Riesen nur noch die Füße wegschlagen müssen, damit er umfällt. Anfang der 1970er-Jahre wurde der Turm errichtet, nun soll er durch einen 30 Meter hohen Neubau ersetzt werden.