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Millionen für die Grundschule

dth Amelinghausen. Europaweit hat jetzt die Samtgemeinde Amelinghausen die Sanierung und Modernisierung der Grundschule Amelinghausen ausgeschrieben, das bestätigt Amelinghausens Bauamtsleiter Michael Göbel auf LZ-Nachfrage. Grund für die europaweite Ausschreibung ist die Höhe des damit verbundenen Architekten-Honorars von voraussichtlich rund 240000 Euro, das sich nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ergibt — gemessen an dem Baukostenvolumen von rund 4,5 Millionen Euro.

Die Bewerbungsfrist läuft vom Tag der Einreichung 30 Tage, in dem Fall bis zum 8. April. Göbel sagt: „Aus den eingehenden Bewerbungen suchen wir die vier besten heraus aus denen wir schließlich das Architekturbüro auswählen, mit dem wir gemeinsam das Projekt angehen wollen.“ Und das bedeutet eine Zusammenarbeit über mehrere Jahre: Die 4,5 Millionen Euro für Sanierung und Modernisierung der Grundschule sind zuletzt für vier komplette Haushaltsjahre veranschlagt worden.

Anlass für die Sanierung und den teilweise geplanten Umbau waren unter anderem Schadstofffunde in dem Gebäudekomplex. Der Verdacht war aufgekommen, als im Südflügel der Schule umgebaut wurde, um die noch junge Kinderkrippe dort unterzubringen. Und tatsächlich wurden Mitarbeiter des Bremer Umweltinstituts fündig: Einzelne Räume waren besonders hoch mit PAK (polyzyklischen aromatische Kohlenwasserstoffen), PCB (polychlorierten Biphenyle) und PCN (polychlorierte Naphthaline) belastet. Die entsprechenden Gebäudeteile wurden daraufhin gesperrt. Lehrern empfahl der Experte, alle anderen, nur geringfügig belasteten Räume regelmäßig zu lüften.

Erklärtes Ziel ist es, dass die schadstoffhaltigen Baustoffe im Rahmen der ersten Sanierungsmaßnahmen noch 2013 fachgerecht entfernt werden. Zusätzlich zu der Schadstoffsanierung soll die Gelegenheit genutzt werden, die Schule beispielsweise für die Herausforderungen von Ganztagsbetreuung und Inklusion zu rüsten.