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Lüneburg will weg vom Land-Klischee

ahe/lni Lüneburg. Unter dem Motto „Kultur erleben und genießen“ wollen neun niedersächsische Städte, darunter Lüneburg, und die Autostadt Wolfsburg Touristen anlocken. „Nachdem wir bislang immer im Ausland, vorwiegend in den Niederlanden und in Skandinavien, geworben haben, haben wir jetzt erstmals eine gemeinsame Broschüre für Deutschland aufgelegt“, erklärt Stefan Pruschwitz, Chef der Lüneburg Marketing GmbH. Im Bundesgebiet gebe es nicht nur Potenzial, sondern auch oft ein falsches Bild von einigen Regionen, ist Pruschwitz überzeugt: „Niedersachsen wird außerhalb der Landesgrenzen oft sehr ländlich wahrgenommen, man kennt den Harz und die Heide. Wir wollen zeigen, dass Niedersachsen auch attraktive Städte zu bieten hat.“

Der Städtetourismus liegt im Trend. In den vergangenen zehn Jahren erreichten die Städte gemeinsam eine Steigerung der Übernachtungszahlen von mehr als 40 Prozent. Seit 1984 werben Braunschweig, Hameln, Celle, Göttingen, Goslar, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Wolfenbüttel gemeinsam. Vor drei Jahren kam die Autostadt hinzu.

Auf der Lüneburg-Doppelseite erfahren Leser etwas über die Sehenswürdigkeiten – Rathaus, Salzmuseum, Kloster Lüne und Ostpreußisches Landesmuseum werden genannt. Als Veranstaltungshöhepunkte sind die Nacht der Romantik am 25. Mai und die Sülfmeistertage vom 4. bis 6. Oktober erwähnt.

Zu den kulturellen Höhepunkten des Jahres in den anderen Orten zählen das wiedereröffnete Schloss Herrenhausen in Hannover sowie das Kulturprojekt „1913 – Braunschweig zwischen Monarchie und Moderne“. Hameln und Göttingen feiern zudem 200 Jahre Grimms deutsche Märchensammlung.

Die neue Broschüre mit den Veranstaltungen und Besonderheiten der einzelnen Städte ist in einer Auflage von 70 000 Exemplaren erschienen und liegt unter anderem in der Lüneburger Tourist-Info aus. Flankiert wird das Werben um deutsche Besucher durch Plakataktionen. Ziel sei auch, den kulturellen Austausch zwischen den beteiligten Städten zu fördern, sagte der Sprecher der Kooperation und Chef der HMTG, Hans Nolte.