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Ferien-Forscher bauen Solarboote

emi Bleckede. Licht aus Sonnenblumen erzeugen und ein echtes, kleines Solarboot bauen: Mit Modellen und Experimenten haben sich jetzt 20 Zehn- bis Zwölfjährige in Bleckede mit dem Thema erneuerbare Energien auseinandergesetzt. Beim Kinder-Zukunftslabor während der Osterferien ging es unter anderem um die Fragen: Was ist Energie, wie viel davon verbrauchen zum Beispiel Handy und Mixer und was kann man mit einer Kilowattstunde anstellen? Höhe- und Schlusspunkt der kostenlosen Veranstaltung im Jugend- und Familienzentrum Bleckede war der Moment, als die selbst gebastelten Solarboote zum ersten Mal ins Wasser gesetzt werden durften.

„Das Wort ‚Nachhaltigkeit‘ ist in aller Munde und die Bundesregierung spricht ständig von der Energiewende“, sagt Projektbetreuerin Karen Gehrke von der „Klimawerk Energieagentur“. „Das sind ja ziemlich schwammige Begriffe. Umso wichtiger ist es, dass schon die Kinder verstehen, was das heißt.“

Vor allem bei den Jungen kommt das Ferien-Forscherprogramm richtig gut an. Diesmal sind nur drei Mädchen angemeldet. Karen Gehrke liegt deshalb die Botschaft am Herzen: „Auch Mädchen dürfen gerne teilnehmen.“

Um zu begreifen, wie begeistert die Jungen bei der Sache sind, genügt ein Blick in die leuchtenden Augen von Jannes (11) und Jan-Maverick (12). Stolz führen die beiden ihre bunt bemalten Solarboote aus Styropor vor: „Ich habe einen Dreieckskeil gebastelt und darauf eine Solarplatte angebracht, die durch ein Kabel mit einem Motor verbunden ist“, erklärt Jannes stolz. „Auf den kann ich entweder einen kleinen blauen Propeller aufstecken oder eine schwarz-gelbe Scheibe, um zu sehen, wie schnell sich der Rotor dreht.“

Ein persönliches Begleitheft bietet den Kindern die Möglichkeit, Fragen und Ideen zu notieren, die ihnen während des Zukunftslabors durch den Kopf schießen. Es ist aber vor allem dazu gedacht, die Jungen und Mädchen von Station zu Station zu begleiten. Auf farbig gestalteten Seiten sollen die Teilnehmer Fragen zu Wasser-, Bio- und Sonnenenergie beantworten. Am Ende erhalten alle, die mitgemacht haben, eine Teilnehmerurkunde. Und sie dürfen natürlich sämtliche Modelle und Arbeitsblätter mit nach Hause nehmen.

„Wir wollen in den Sommerferien gerne wieder so eine Veranstaltung anbieten“, kündigt Gehrke an, „aber uns fehlen dafür noch 1600 Euro“. Materialien, Werbung, Begleitheft, Nachbereitung und die Personalkosten für drei Betreuer hätten eben ihren Preis. „Aber wir wollen, dass auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien dabei sein können“, sagt die Projektleiterin. „Deshalb würden wir uns über Spenden sehr freuen.“

Wer Geld geben möchte, wendet sich an den Veranstalter „Agenda 21 – Lüneburg e.V.“. Für weitere Informationen steht Karen Gehrke vom „Klimawerk Energieagentur“ unter Tel.: 04131 / 78 98 292 bereit.