Donnerstag , 29. September 2016
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Restarbeiten ruhen in Radbruch

dth Radbruch. Noch sind die Bauarbeiten im Umfeld des Schulhofes Radbruch wegen des Winterwetters nicht ganz fertig. Zwar hatte die Baufirma mit viel Anstrengung den Hauptteil der Maßnahme wie Pflasterarbeiten und Verlegung des Buswartehäuschens noch vor Weihnachten abgeschlossen, aber die noch geplanten Asphaltarbeiten in der Schäfer-Ast-Straße lassen nach wie vor auf sich warten. Die SPD-geführte Mehrheitsgruppe im Samtgemeinderat Bardowick hatte den Baubeginn für Herbst 2012 durchgesetzt, obwohl der beauftragte Planer vor einer Winterbaustelle gewarnt und für eine erneute Ausschreibung geworben hatte, um Kosten zu sparen. Doch die Kosten wurden auch anders gedrückt.

In Barum hingegen hatte die Gemeinde ein Paket aus Straßenbaumaßnahmen auf Anraten des Planers André Nowotny verschoben, erneut ausgeschrieben und so ein günstigeres Ergebnis erzielt. Diese Baumaßnahme soll kurz nach den Osterfeiertagen beginnen.

Im ersten Bauabschnitt in Radbruch wurde das Buswartehäuschen auf den Vorplatz des Schulhofes verlegt und auf dem ehemaligen Freigelände des bereits im Herbst 2011 abgerissenen Kindergartens ein Wendekreis gebaut sowie Stellplätze für die Autos von Eltern und pädagogischen Mitarbeitern. In zwei weiteren Bauabschnitten frühestens ab Mitte 2013 sollen der vordere und hintere Schulhofbereich neu gestaltet werden. Doch noch ist der erste Bauabschnitt gar nicht abgeschlossen. Sandra Ahlers von der Bardowicker Bauverwaltung sagt dazu auf LZ-Nachfrage: „Sobald die Witterung es zulässt, wird die Asphaltdecke der Schäfer-Ast-Straße in Höhe des Schulhofes erneuert.“

In die Kritik geraten war die Maßnahme, weil der Haushaltsansatz dafür von 150 000 Euro auf 222 000 Euro angehoben werden musste, weil die Ausschreibung entsprechend teurer ausgefallen war, als von dem Planer geschätzt. Ein Grund waren zu dem Zeitpunkt die vollen Auftragsbücher der Baufirmen. Dennoch ließ sich die Ratsmehrheit, bei Protest der CDU, auf das vermeintlich teurere Ausschreibungsergebnis ein. Kritik gab es zudem an dem zunächst geplanten Betonsteinpflaster mit einem Preis von rund 90 Euro pro Quadratmeter. Schließlich wurde ein rund 50 Prozent günstigeres Pflaster ausgewählt. Ahlers sagt: „Zu den abschließenden Baukosten kann ich erst etwas sagen, wenn die Maßnahme abgeschlossen und abgerechnet ist.“

In Barum hingegen sollten eigentlich bereits im vergangenen Herbst die Baumaschinen rollen in den Barumer Straßen Uhlenhorst, Immenthunweg, Kiefernweg und Bündweg. Dort sollen laut einem Ratsbeschluss aus August 2012 teilweise mit Pollern abgesicherte Versickerungsmulden eingebaut werden, um das Oberflächenwasser besser abführen zu können. Die Straße Uhlenhorst soll zudem zur Straße Zur Horburg hin aufgeweitet werden. Die Kostenschätzung lag zunächst bei rund 42 000 Euro. Der günstigste Anbieter lag allerdings mehr als 20 000 Euro darüber. Damals teilte Barums Bürgermeister Torsten Rödenbeck schriftlich mit, dass die Gemeinde die Ausschreibung aufhebe und die Maßnahme später erneut ausschreibe, „da bei der Ausgabe von Steuergeldern stets der Grundsatz der sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung zu beachten ist“. Das Ergebnis der erneuten Ausschreibung ist zwar immer noch teurer als die Kostenschätzung, aber rund 1500 Euro günstiger als das günstigste Angebot bei der vorherigen Ausschreibung. Allerdings ist in dem neuen Paket zusätzlich die Verbesserung eines Sand-Parkplatzes für mehr als 6000 Euro enthalten.