Dienstag , 27. September 2016
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Ein Konzept für den Klimaschutz

dth Bardowick. Auch die Samtgemeinde Bardowick arbeitet jetzt an einem „kommunalen Klimaschutzkonzept“. Doch während bei der Gellerser Mitgliedsgemeinde Reppenstedt bei ihrem bereits laufenden Programm „Klimaquartier“ vor allem ein Kernbereich mit Altbauten und öffentlichen Gebäuden im Fokus steht, werfen die Bardowicker ihr Netz etwas weiter aus: Sie wollen ein Konzept für die ganze Samtgemeinde Bardowick mit ihren sieben Mitgliedsgemeinden erarbeiten – und zwar mit der Hilfe der Einwohner. Bei der Auftaktveranstaltung wurden dafür drei offene Arbeitsgruppen gebildet, die in den kommenden Wochen die Grundpfeiler für das Bardowicker Klimaschutzkonzept einschlagen sollen.

Neben den Kommunen soll das Konzept auch eine Handreichung für Privatpersonen, Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft in der Samtgemeinde sein. Die Kernthemen sind: „Bioenergie und Nahwärmenutzung in der Samtgemeinde“, „Windenergie, Bürgerbeteiligung und Energiegenossenschaften“ und „Energieeffizienz in kommunalen Liegenschaften, privaten Haushalten, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“. Sandra Ahlers von der Bardowicker Bauverwaltung sagt: „Das integrierte kommunale Klimaschutzkonzept soll allen Beteiligten helfen, für weitere Projekte zum Klimaschutz neue Fördertöpfe zu öffnen.“

Die Erstellung des Konzepts selbst wird aus dem „Energie- und Klimafonds“ des Bundesumweltministeriums gefördert, laut Ahlers „mit 65 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal mit 19 000 Euro“. Den Auftrag, das Projekt für die Samtgemeinde Bardowick zu begleiten, hat die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) erhalten.

Mögliche Denkanstöße gaben NLG-Vertreter bei der Auftaktveranstaltung mit rund 30 interessierten Besuchern: So sei etwa der Bau eines Nahwärmenetzes für private und öffentliche Gebäude möglich, betrieben von einer Biogasanlagen-Gesellschaft. Auch die Entwicklung von Standorten für Windkraftanlagen in der Samtgemeinde durch „Bürger-Genossenschaften“ oder andere Beteiligungsmodelle sollen weiter diskutiert werden.

Laut Ahlers sei zudem das Engagement eines „Klima-Managers“, ähnlich der Idee in Reppenstedt, denkbar. Dieser Klima-Manager könnte privaten Hauseigentümern als Wegweiser dienen, ihre Haustechnik energieeffizienter zu gestalten und Fördermittel beispielsweise für Modernisierungen von Heizungsanlagen zu beantragen.

Die gegründeten Arbeitskreise stehen allen Einwohnern zur Teilnahme offen. Laut Ahlers sollen sie unter Begleitung der NLG jeweils zwei Mal tagen, um Anregungen für das Klimaschutzkonzept zu sammeln. Die ersten Termine stehen fest:

Der Arbeitskreis „Energieeffizienz“ trifft sich am Donnerstag, 11. April, um 18 Uhr.

Arbeitskreis „Bioenergie und Nahwärmenutzung“ am Donnerstag, 18. April, um 18 Uhr.

Arbeitskreis „Windenergie und Bürgerbeteiligung“ am Dienstag, 23. April, um 18 Uhr.

Die Treffen finden jeweils im Sitzungszimmer des Rathauses der Samtgemeinde Bardowick statt (Schulstraße 12, Bardowick). Wünsche zu den Tagesordnungen, Anmeldungen sowie Fragen nehmen Yvonne Fahlbusch (Tel.: 0 41 31/12 01 31) und auch Sandra Ahlers (Tel.: 0 41 31/12 01 29) telefonisch entgegen oder via E-Mail unter y.fahlbusch@samtgemeinde-bardowick.de oder unter s.ahlers@samtgemeinde-bardowick.de.