Aktuell
Home | Lokales | Ostern steht die Familie im Mittelpunkt
3143739.jpg

Ostern steht die Familie im Mittelpunkt

as Lüneburg. Ostern ist das bedeutendste Fest der Christenheit, denn es erinnert an die Auferstehung Jesu, die Überwindung des Todes. Für viele Menschen gehört ein Gottesdienstbesuch in der Osternacht mit dem Entzünden der Osterkerze dazu wie auch das Ostereiersuchen. Für andere ist es einfach nur ein langes Wochenende. Was verbinden junge Lüneburger mit dem Fest und was ist ihnen besonders wichtig?

Für Jonathan Riesner (18), Schüler des Johanneums und aktiv in der evangelischen Jugend in Lüne, bedeutet Ostern mit der Familie zusammen zu sein und einen Gottesdienst zu besuchen. „Bei uns in der Kirche Lüne ist es Tradition, dass in der Osternacht Konfirmanden nachgetauft werden. Das ist für mich ein besonderer Gottesdienst, denn das Taufwasser wird aus dem Brunnen des Klosters Lüne geschöpft und in die Kirche getragen. Es steht also für die Verbindung aller historischen Teile unserer Kirche.“ Zeit mit der Familie an den Festtagen zu verbringen, findet der 18-Jährige wichtig und schön. „An einem Tag fahren wir zu meiner Großmutter, wo wir auch Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen treffen. Bei Tisch werden dann auch bunte Eier gereicht, das gehört für mich zu Ostern einfach dazu.“

Auch Till Jacob (16) ist das Beisammensein mit der Familie sehr wichtig. „Ostersonntag ist es bei uns Tradition, dass wir zu meiner Großmutter fahren und uns dort mit der gesamten Familie treffen. Es ist schön, gemeinsam zu essen und miteinander etwas zu machen.“ Das fröhliche Beisammensein passe zu Ostersonntag, weil an diesem Tag die Auferstehung Jesu gefeiert werde. Bedenklich findet er, dass manche die Bedeutung des Osterfestes nicht mehr kennen. „Der Konfirmandenunterricht schafft da eine Basis, jungen Menschen den christlichen Glauben näherzubringen“, ist der Raabe-Schüler überzeugt, der sich ebenfalls in der Gemeinde Lüne engagiert. Glaube ist für ihn wichtig, „weil er Richtlinien und Werte vorgibt, die zeitlos sind“.

Ostereiersuche gibt es in diesem Jahr für Kaya Maas nicht. „Meine Eltern verstecken keine mehr für mich. Damit ist bedauerlicherweise ein Stück Kindheit für mich beendet“, erzählt die 16-Jährige. Leider habe sie nicht eine große Schwester wie Mareike Wandt (17), die das Verstecken anstelle der Eltern für die „kleine“ Schwester übernehme. Kaya und Mareike gehören zur evangelischen Jugend in St. Stephanus, die am Gründonnerstag einen Gottesdienst mit anschließendem Essen vorbereitet. Die beiden sagen aber auch: Ostern ist ein Fest der Freude und des Zusammenseins mit der Familie, das Religiöse stehe nicht für sie im Vordergrund. Für den 14-jährigen Enno Pyroth geht es hingegen Ostern auch darum, sich den Leidensweg Jesu und die Auferstehung bewusst zu machen. Gottesdienstbesuch zählen für ihn wie auch ein schönes Essen mit der Familie. Felix Wischniowski (22) studiert in Kiel, hat aber nach wie vor eine enge Bindung zur St. Stephanusgemeinde, weil er hier im Konfir-Unterricht auf den Geschmack am Glauben gekommen ist. Für ihn ist das Osterfest auch Reflexion: „Jesus stirbt am Kreuz und ersteht wieder auf. Der Tod wird überwunden, das macht Mut. Es bestärkt mich darin, dass wenn mir etwas misslingt, ich nicht aufgebe, sondern eine zweite Chance nutze.“