Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Hunde an die Leine

ol Lüneburg. Auch wenn die Wetterlage es nicht vermuten lässt – in wenigen Tagen kümmern sich unsere heimischen Wildtiere um ihren Nachwuchs. Um ihnen dann den benötigen Schutz zu geben, hat der Landtag in Niedersachsen am 21. März 2002 den Leinenzwang festgelegt. Paragraf 33 des „Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung“ schreibt vor, dass Hunde in der freien Landschaft während der „Brut- und Setzzeit“, vom 1. April bis zum 15. Juli, zwingend an der Leine zu führen sind. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld. Zur freien Landschaft zählen alle Grundstücke außerhalb geschlossener Ortschaften.

Ackerrandstreifen und Hecken in unmittelbarer Nähe zu Ortsrändern sind bevorzugte Gebiete, in denen Hunde ausgeführt werden. Doch viele Tierarten haben sich gerade diese Ortsränder für ihre Kinderstube ausgesucht. Frei laufende Hunde können die Jungtiere nur durch ihre Anwesenheit und Geruch empfindsam stören oder vernichten.

Lüneburgs Kreisjägermeister Hans-Christoph Cohrs: „Erfreulich ist, dass immer mehr Hundehalter in dieser Zeit ihre Hunde in der freien Landschaft an der Leine führen. Auch wenn es diese Regelung für Katzen nicht gibt, schützen Katzenhalter, die ihre Tiere während dieser Zeit unter Kontrolle halten, die Jungtiere vieler geschützter Tierarten.“ Einige Kommunen haben eingezäunte Auslaufflächen geschaffen, auf denen die Hunde auch ohne Leine laufen können. Cohrs: „Hier sind die Einnahmen der Hundesteuer sinnvoll angelegt.“