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„Gold-Peter“ plant „Klein Nizza“ an der Elbe

rg Hitzacker. Viel Geld hat der Unternehmer Peter Schneeberg aus Hitzacker in den vergangenen Jahren in seiner Heimatstadt investiert. Sehr viel Geld. Der Neubau des Vier-Sterne-Hotels „Hafen Hitz“acker“ war vor zwei Jahren der bisherige Höhepunkt dieser Investitionstätigkeit — aber noch nicht der Abschluss. Denn Peter Schneeberg will in Hitzacker noch einiges bewegen. Und so soll in diesem Jahr sein Lieblingsprojekt endlich aus den Startlöchern kommen: der Bau eines neuen, größeren und moderneren Yacht- und Sportboothafens direkt an der Spitze der Hitzackeraner Stadtinsel. „Wir sind bereit, die Pläne stehen, die Ausschreibungen sind vorbereitet“, sagt der Geschäftsmann, der sein Vermögen mit Immobilien verdient und vermehrt hat. Doch noch fehlen einige Genehmigungen.

Mehr als vier Millionen Euro will Schneeberg investieren. Die erste Charge davon wird in den Neubau des Pavillons fließen, der in den kommenden Wochen direkt an der Hafenpromenade entstehen soll. „Dafür liegt die Baugenehmigung schon vor, wir können loslegen, sobald die Angebote ausgewertet sind“, sagt Schneeberg. Dann wird dort ein Ziegelsteingebäude entstehen, das aus seinen großen Glasfenstern einen Rundum-Blick auf den Hafen und die Elbe erlaubt, das eine Dachterrasse hat, von der aus man weit über die Elbe schauen kann, und das Anlaufpunkt sein soll für die Bootskapitäne und Passagiere, die den Hitzackeraner Hafen anlaufen.

Mit den Arbeiten am Hafen würde Schneeberg auch lieber heute als morgen beginnen. Vergrößert werden soll er, von jetzt 88 auf dann 145 Liegeplätze. Und modernisiert werden soll er auch, komplett neue Steganlagen bekommen, neue Dalben, eine neue Slipanlage mit eigenem Kran, moderner Ver- und Entsorgungsinfra“struktur für Strom, Frisch- und Schmutzwasser. „Das wird der modernste Hafen zwischen Berlin und Hamburg“, sagt Peter Schneeberg und lächelt. „Eine echte Perle an der Elbe“ werde Hitzacker damit, ein „kleines Nizza“, schmunzelt er. Seinen Teil dazu wolle er jedenfalls beitragen, betont er. „Wir verwenden nur die besten Materialien. Und zwar nicht nur, weil sie besser aussehen, sondern auch, weil sie langlebiger sind.“ Jeder Euro, den man in gutes Material investiere, spare einem langfristig zwei Euro an Unterhaltung und Reparatur ein, erklärt Schneeberg. „Wenn man was baut, dann richtig.“

In Meudelfitz soll — auch noch in diesem Jahr — ein weiterer wichtiger Teil des Hafen-Hitzacker-Gesamtkonzepts entstehen: eine große Halle, in der Sportboote und Yachten überwintern können. „Die Halle wird geheizt, überwacht, und dort können die Boote auch gewartet, instand gesetzt und repariert werden“, erklärt der Unternehmer. Bis zu 20 Meter große Boote sollen in der neuen Halle Platz finden, und zwar gleich eine ganze Reihe davon. „Natürlich entstehen dort dann auch neue Arbeitsplätze, genau wie hier in Hitzacker am und im neuen Hafen“, blickt Schneeberg optimistisch in die Zukunft.

„Wir wollen hier in Hitz“acker etwas bewegen“, sagt Peter Schneeberg. Die Stadt brauche den neuen Hafen als touristisches Highlight, als Anziehungspunkt. Und dafür sei er gern bereit, kräftig zu investieren. Auch in dem Wissen, dass diese Investitionen kurzfristig keinen großen Ertrag abwerfen werden. „Das steht in keinerlei Relation zueinander“, weiß Schneeberg. Aber es sei ihm wichtig, etwas für Hitzacker zu tun, in die Zukunft der Stadt zu investieren. Und mittel- bis langfristig die Stadt zu einem touristischen Hotspot an der Elbe zu entwickeln. „Das kann, das wird funktionieren“, glaubt Schneeberg. Und bislang hat noch alles funktioniert, was er in die Hand genommen hat. Nicht zuletzt deswegen nennt man ihn ja auch „Gold-Peter“.