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Mehr Geld für Freizeitspaß

pet Adendorf. Die Gemeinde Adendorf gehört zu den finanziell besser gestellten in der Region – aber auch sie muss sich strecken, um den Haushalt ausgeglichen zu gestalten. Mehr Einnahmen will Adendorf künftig im Freibad und im Eisstadion erzielen. „Die Eintrittspreise für das Freibad sind zuletzt 2004 erhöht worden, es ist an der Zeit, sie anzupassen“, erklärte der Erste Gemeinderat Martin Vogel in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit im Rathaus. Die künftigen Eintrittspreise für Einzelkarten: Erwachsene 2,80 Euro (vorher 2,40), Jugendliche 1,90 Euro (1,50), Kinder 1,10 Euro (1,00).

Für die Saisonkarte sollen Erwachsene künftig 65 Euro zahlen (45 Euro), Jugendliche 43 Euro (28) und Kinder 30 Euro (20). Die Familien-Jahreskarte soll ab dieser Saison 110 Euro kosten (82). Von der Preiserhöhung verspricht sich die Gemeinde – „in einem durchschnittlichen Sommer“ (Vogel) – Mehreinnahmen von etwa 28 000 Euro. Die Öffnung des Freibades ist in diesem Jahr für Sonnabend, 11. Mai, vorgesehen – „wenn wir denn nicht noch Schnee bekommen“, meinte Vogel.

Ebenso einmütig wie bei der Anpassung der Freibadpreise sprach der Ausschuss dem Rat der Gemeinde auch die Empfehlung für Erhöhung der Preise im Adendorfer Eisstadion aus. „Die sind zuletzt 2008 angepasst worden“, sagt Erster Gemeinderat Vogel. Die künftigen Preise für Einzelkarten: Erwachsene 4,00 Euro (vorher 3,50), Jugendliche 2,50 Euro (2,00) und Kinder 2,00 Euro (1,50).

Der Eintritt zur Eisdisco soll in Zukunft 4,50 Euro für Erwachsene (4,00) sowie 3,00 Euro für Jugendliche (2,50) kosten. Der Preis für das immer beliebter werdende Eisstockschießen im Stadion am Scharnebecker Weg wird von 6,50 Euro auf 9,00 Euro erhöht. Die erhoffte Mehreinnahme pro Jahr: 25 000 Euro. Die Eröffnung des Eisstadions ist im kommenden Herbst für Donnerstag, 3. Oktober, geplant.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss außerdem dafür aus, die aus dem Jahr 1989 stammende Benutzungssatzung für die Gemeindebücherei zu ändern. Für künftige Nutzer der Bücherei wird der Jahresbeitrag von 5 auf 8 Euro angehoben. Kinder und Jugendliche zahlen auch weiterhin keine Benutzungsgebühr.

Über eine Frage konnten sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit dagegen in ihrer Sitzung nicht einig werden: Heißt Adendorf auf Plattdeutsch „Ohndörp“, wie ein Vorschlag lautet ? Oder doch eher „Adendörp“?

Hintergrund: Günther Wagener, Plattdeutschbeauftrager für Hansestadt und Landkreis Lüneburg, ist dabei, eine „plattdeutsche Landkarte“ für das Kreisgebiet zu erstellen. Er hat alle Gemeinden gebeten, ihre Ortsnamen „op Platt“ zu übersetzen und ihm die Namen mitzuteilen. „Das ist eine ganz komplizierte Materie“, befand Adendorfs Erster Gemeinderat Martin Vogel nach der Diskussion im Ausschuss. Das einmütige Resultat lautete am Ende: Der Plattdeutschbeauftragte Wagener, selbst Adendorfer, soll zur nächsten Sitzung eingeladen werden, um das Problem lösen zu können.