Dienstag , 27. September 2016
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Im Topf liegen 160 000 Euro

ahe Lüneburg. Die Schatulle ist wieder mit frischem Geld aufgefüllt, und dieses Mal hat die Sparkasse Lüneburg sogar noch etwas mehr hinein gelegt als bei der Premiere: Die Förderinitiative „Das tut gut“ geht in die zweite Runde. Das Geldinstitut lobt insgesamt 160 000 Euro für regionale Projekte aus. Im vorigen Jahr hatten sich 149 Vereine und Initiativen um insgesamt 150 000 Euro beworben, am Ende erhielten 24 Projekte in Stadt und Landkreis eine Förderzusage.

„Wir sind überrascht worden von der Resonanz, hatten mit viel weniger Anträgen gerechnet“, blickt Sparkassenvorstand Karl Reinhold Mai zurück. Inzwischen ist das Geld für 13 Projekte abgerufen worden, weitere elf stehen – meist witterungsbedingt – noch in den Startlöchern. Diese Resonanz, dazu die positiven Rückmeldungen selbst von denen, die am Ende nicht zum Zuge gekommen sind, durch den Wettbewerb aber zum Beispiel durch neue Fördermitglieder profitiert haben, und nicht zuletzt der ARNO, ein landläufig als Sparkassen-Oscar bezeichneter Preis für die Kampagne, gaben den Ausschlag, nun eine neue Förderrunde einzuläuten. Wer Geld aus dem Topf bekommen soll, entscheidet nicht etwa der Vorstand der Sparkasse, die Kunden mit einem GiroPrivileg-Konto haben das Wort. Gut 27 000 sind das immerhin.

Bei der Premiere hatten rund 2700 ihre Stimme für eines der 149 Projekte abgegeben. Profitiert haben davon zum Beispiel Schulen, Freibäder, Sportvereine und Feuerwehren. Zum Beispiel jene aus Melbeck, die 10 000 Euro ergatterte und davon Trainingsgeräte kaufte, um mit Senioren, Schülern oder Kegelclubs bei Schulungen das richtige Verhalten im Brandfall zu üben. Ortsbrandmeister Stefan Ostermann erinnert sich: „Die Antragstellung war ganz unbürokratisch und einfach, da bin ich als Berufsschullehrer ganz andere Bedingungen gewohnt. Wir wollten die Geräte im Grunde schon seit Jahren anschaffen, aber uns fehlte das Geld, deshalb kam diese Initiative für uns wie gerufen.“

Das unbürokratische Prozedere will die Sparkasse auch in diesem Jahr beibehalten. Ab sofort und bis zum 15. Mai können alle Projekte mit regionalem Bezug eingereicht werden, die keinen kommerziellen Charakter haben und die nicht zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehören. Erneut kann für jedes Projekt eine Fördersumme zwischen 1000 Euro und 10 000 Euro beantragt werden. Ob ein Projekt ausschließlich mit dem Zuschuss aus der Initiative umgesetzt werden kann oder ob dafür auch andere Töpfe angezapft werden müssen, ist nachrangig. Gleichwohl macht die Sparkasse Abschlussberichte zur Bedingung, um sicherzustellen, dass das Geld am Ende auch dafür eingesetzt wird, wofür es beantragt wurde. Möglich ist es auch, sich mit demselben Projekt zu bewerben, mit dem man im vergangenen Jahr noch leer ausgegangen ist. Alle Details und den Antrag gibt es unter der Adresse www.sparkasse-lueneburg.de im Internet.

Im Anschluss werden die Projekte in drei Kategorien eingeteilt. Das soll sicherstellen, dass kleinere Initiativen gegenüber großen Vereinen nicht chancenlos sind. Denn letztlich wird es entscheidend darauf ankommen, wer möglichst viele Unterstützer mobilisieren und für seine Idee gewinnen kann. Von Juni bis zum 31. August können die Kunden der Sparkasse, die zuvor über alle Bewerbungen umfassend informiert werden, dann für ihren Favoriten abstimmen.

Mai ist zuversichtlich, dass bei der zweiten Auflage ähnlich viele Bewerbungen eingehen wie bei der Premiere oder gar noch mehr: „Wir hatten viele Projekte aus dem sozialen Bereich, das hat mich gefreut. Nicht so viele waren es aus dem Sport und im Bereich Umweltschutz. Da gibt es sicher noch Potenzial.“