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Junge Forscher im ehemaligen Seniorenheim?

ca Lüneburg. Das Schulbiologie- und Umweltbildungszentrum, kurz Schubz, ist ein Opfer seines eigenen Erfolges. 12 000 Schüler haben im vergangenen Jahr an 650 Veranstaltungen teilgenommen. Das Interesse von Schulen aus der Region wächst und wächst, die Zahl der Teilnehmer steigt, doch die Räume auf dem Uni-Campus sind für zwei Dutzend Mitarbeiter und Materialien zu klein. Zudem endet der Pachtvertrag in den nächsten Jahren. „Wir brauchen einen neuen Standort“, sagt Leiter Frank Corleis. Der scheint nun in Sicht: Corleis und seine Kollegen haben 700 Quadratmeter Fläche im ehemaligen Anna-Vogeley-Seniorenzentrum an der Wichernstraße in den Blick genommen und auch gute Chancen, dort einzuziehen. Sollte alles klappen, wäre es eine langfristige Entscheidung, ein Mietvertrag könnte über 20 Jahre laufen.

Corleis sucht seit 2008 nach neuen Räumen. Es gab verschiedene Ideen, etwa nahe der Lüner Schule einen Neubau zu errichten. Doch bislang blieb alles vage. Das soll sich ändern. Bekanntlich hat der Verein Campus das Heim langfristig gepachtet. So ist Geschäftsführer Klaus Hoppe dabei, in dem Komplex Wohnungen zu schaffen. Auch ein gastronomischer Zweig der Campus-Gesellschaft hat dort seinen Platz. Das Schubz wäre eine gute Ergänzung, findet Hoppe. Auch mit der Stadt, sie ist gemeinsam mit dem Landkreis Träger des Schubz, sei man im Gespräch.

„In Zusammenarbeit mit der Stadt haben wir umfangreiche Planungen vorgenommen, um den Raumbedarf des Schubz darzustellen. Die Flächen eignen sich gerade mit einer langfristigen Perspektive hervorragend“, sagt Hoppe. Schüler-Projekte könnten Garten und nahen Wald nutzen. Zudem stünden Übernachtungsmöglichkeiten etwa für Teilnehmer von Seminaren zur Verfügung. Alles passe gut in die eigene Campus-Konzeption. Aber: „Allerdings ist für uns völlig offen, ob Stadt und Schubz die Finanzierung darstellen können.“

Da ist Corleis guten Mutes. Eine Stiftung habe zugesagt, die Kaltmiete zu zahlen, er will weitere Gönner finden, die Umbauten und Ausstattung bezuschussen. Doch laufende Kosten und Baumaßnahmen von geschätzt 300 000 Euro seien zu finanzieren, sagt er in Richtung Stadt.

Für das Rathaus erklärt Suzanne Moenck, der Standort sei gut: „Aber wir sind noch am Anfang der Überlegungen.“ Auch müsse der Landkreis als Partner mit eingebunden werden. Frühestens im Haushalt 2014/15 bestehe eine Chance, das Projekt zu verankern.