Mittwoch , 28. September 2016
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Jugendarbeit, die ankommt

off Bleckede. Für Maik Peyko war es der erste Job nach dem Uniabschluss, für die Stadt Bleckede der Startschuss in eine neue Ära der Jugendarbeit. Vor zehn Jahren, im Januar 2003, übernahm das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. (ASF) im Auftrag der Stadt die Jugendarbeit, Anfang Februar fing der frisch gebackene Sozialpädagoge Peyko beim ASF an und kümmerte sich zunächst um den Aufbau erster Netzwerke zwischen Schulen, Vereinen und Jugendpflege. Heute kann er als Jugendpfleger in Bleckede auf zehn Jahre Arbeit zurückblicken, über die Bürgermeister Jens Böther sagt: „Wir könnten es uns nicht besser vorstellen.“

Peyko selbst gibt sich bescheidener, doch die Zahlen sprechen für sich: Seit 2007 mit der Gästezählung im Jugendzentrum begonnen wurde, hat sich die Zahl der Besuche von 1411 auf 4480 (2012) mehr als verdreifacht. Das Ferienprogramm ist vor allem im Sommer immer beliebter geworden, wurde 2012 ebenfalls von mehr als dreimal so vielen Kindern und Jugendlichen (465) genutzt wie 2007 (148). Gleichzeitig haben Peyko und sein Team zusätzlich zur offenen Jugendarbeit im Jugendzentrum zahlreiche neue Gruppenangebote ins Leben gerufen – vom Mitternachtssport über die Mädchengruppe bis zur Hausaufgabenhilfe.

Seit 2006 arbeitet das Jugend- und Familienzentrum Bleckede zudem mit dem VfL zusammen, „dadurch können Kinder und Jugendliche aus dem Jugendzentrum und der Betreuung des Sozialraumteams kostenlos an den Basketballgruppen des VfL teilnehmen“, sagt Peyko. Eine enge Kooperation gibt es auch mit dem Schulzentrum, dort bietet die Jugendpflege seit Jahren Nachmittagsangebote, Projekte und Veranstaltungen an, zum Beispiel eine Fußballgruppe, Kajak- und Kanutouren oder Unterrichtsveranstaltungen zum Thema Gewaltprävention und Sexualkunde.

Unterstützt werden Peyko und sein Team bei der Jugendarbeit von vielen ehrenamtlichen Helfern – die meisten davon selbst noch Jugendliche. „In den letzten zehn Jahren haben wir mehr als 50 Jugendgruppenleiter ausgebildet, ohne die uns diese Arbeit niemals gelungen wäre“, sagt Peyko und gibt offen zu: „Darauf sind wir besonders stolz.“

Ganz unterschiedlich hat sich indes die Jugendarbeit in den Ortsteilen entwickelt. Während die Angebote in Barskamp und Garlstorf mangels Teilnehmern wieder eingestellt wurden, hat der Jugendclub in Alt Garge dank der guten Nachfrage gerade erst Neueröffnung gefeiert.

„Viele Jugendliche aus den Dörfern nutzen allerdings auch die Angebote der Jugendpflege direkt in Bleckede“, weiß Peyko. Und dass die bei den Jugendlichen ankommt, dafür gibt es zumindest einen Hinweis: „Seit ich hier vor zehn Jahren angefangen habe, wurde noch nie etwas von unseren Sachen kaputt gemacht.“