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Pläne für den Potsdamer Platz

pet Adendorf. „Potsdamer Platz“ nennen manche Adendorfer das Zusammentreffen von Straßen aus fünf Richtungen im Bereich Im Suren Winkel/Sandweg/In der Stube/Am Bahndamm – in Anlehnung an den Berliner Verkehrsknotenpunkt. Unfälle und brenzlige Situationen hat es an der teilweise unübersichtlichen Kreuzung in der Vergangenheit immer wieder einmal gegeben – aber frühestens 2015 soll es zu einer Veränderung kommen.

„Vorstöße, die Situation dort zu ändern, waren in den vergangenen Jahren immer wieder ins Leere gelaufen“, befand Jürgen Schreiber (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Verkehr und Grünflächen der Gemeinde.

In der Fortschreibung des Adendorfer Verkehrsentwicklungsplans von 2010 war die Umgestaltung und Entschärfung des Bereichs erneut vorgeschlagen worden. Ein Antrag der SPD-Fraktion im Ausschuss brachte die Diskussion über den „Potsdamer Platz“ nun wieder neu in Gang: „Die Verwaltung wird gebeten, erneut zu prüfen, ob die Vorschläge oder Teile davon … umsetzbar sind.“

Olaf Schlünzen vom Planungsbüro Rauchenberger (Dannenberg) stellte im Ausschuss die schon Anfang 2011 angefertigten Planungen für die Neugestaltung der Kreuzung vor. Kernpunkte: Die Straße Am Bahndamm wird zur Entschärfung des Verkehrs von der Kreuzung abgehängt und zur Sackgasse. Zudem sollen die Sichtverhältnisse – nach Zukäufen anliegender Grundstücke – besser, die Kreuzung übersichtlicher gestaltet werden.

Darüber, dass in dem Bereich etwas getan werden muss, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Dass Maßnahmen erst 2015 sinnvoll wären, erläuterte die Verwaltung. Erst dann, so Bauamtsleiter Christian Ninnemann, sei mit Fördermitteln des Bundes für die weitere Sanierung der Straße Im Suren Winkel (zwischen Von-Stauffenberg-Straße und Rauher Weg) zu rechnen, in deren Zuge dann die Fünffach-Kreuzung umgestaltet werden könnte.

Einer Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Kreuzungsbereich, wie von Jürgen Schreiber vorgeschlagen, erteilte Dirk Bonow, Fachdienstleiter Straßenverkehr beim Landkreis, eine Absage. Die Straße Im Suren Winkel sei eine vielbefahrene Erschließungsstraße für Adendorf. „Und es gibt keine Unfallhäufung, der Grund für eine Anordnung von Tempo 30 fehlt.“

Ebenso in die Zukunft verschoben wurde ein weiterer SPD-Antrag: Die Sozialdemokraten wollten die Verwaltung beauftragen zu prüfen, ob die Straße Am Bahndamm zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden kann. Wegen des engen Zusammenhangs mit der Umgestaltung des „Potsdamer Platzes“ soll auch die Maßnahme Fahrradstraße später näher untersucht werden.