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Millionen für Embsener Schüler

pet Embsen. Wer von Lüneburg kommend in Richtung Embsen fährt, sieht in diesen Tagen neben den Windrädern einen Baukran – Signal dafür, dass die Bauarbeiten für die neue Grundschule und die Mensa für das Schulzentrum endlich begonnen haben. Anfang März hatten die Bauarbeiter auf dem Gelände neben dem Schulzentrum Embsen schon einmal voller Elan die ersten Erdarbeiten angepackt. Für ein, zwei Tage. Dann brach wieder mit aller Macht der Winter ein, mit dicker Schneedecke und tiefgefrorenem Boden – Baustopp. Erst fünf Wochen später, nach dem Osterwochenende, haben die Arbeiten wieder begonnen – und das mit Hochdruck.

Es ist eine der größten Baustellen des Landkreises Lüneburg in diesem Jahr, „neben den Schulzentren Oedeme und Scharnebeck“, sagt Hans-Richard Maul, Projektleiter für den Bau in Embsen. Dort investiert der Kreis in 2013 und 2014 etwa 2,25 Millionen Euro in die Mensa für das Schulzentrum. Direkt daran anschließend entsteht, ebenfalls betreut vom Landkreis, aber finanziert von der Samtgemeinde Ilmenau, für 3,25 Millionen Euro die neue Grundschule. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Stebani betont ausdrücklich „die tolle Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Samtgemeinde“. Entworfen wurden beide Gebäude vom Lüneburger Architektenbüro Oldenburg.Plesse.

Bauingenieurin Ute Grölz, die das Projekt für den Landkreis Lüneburg betreut, ist jetzt zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten. Auf einer Grundfläche von 1700 Quadratmetern „sind die Erdarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen“, der Boden ist „grob planiert“, die Gräben für die Versorgungsleitungen sind gegraben. Vermutlich Ende April, so Grölz, könne die Sohle geschüttet werden.

Die 22. Kalenderwoche 2014, also Ende Mai, sieht der Bauzeitenplan als Fertigstellungstermin für die Mensa vor. In der 26. Kalenderwoche, das ist Ende Juni 2014, soll dann auch die Grundschule bezugsfertig sein. Trotz der vier Wochen Verzug, die der lange Winter verursacht hat, haben die Verantwortlichen noch Hoffnung, dass sie die ursprünglich anvisierten Termine einhalten können, denn „zeitliche Puffer“ seien in der Planung vorgesehen.

Herzstück der Mensa für die Schüler der Integrierten Gesamtschule, der Haupt- und Realschule und der Grundschule ist ein knapp 400 Quadratmeter großer Speisesaal mit 170 Sitzplätzen. Bei Reihenbestuhlung für mögliche Veranstaltungen finden sogar 450 Personen dort Platz.

Die zweigeschossige Grundschule bekommt acht Unterrichtsräume sowie jeweils angegliederte Gruppenräume. Zwischen Mensa und Grundschule befindet sich ein Mehrzweckraum für die Grundschule, der aber bei Veranstaltungen in der Mensa auch als Bühne genutzt werden kann. Wenn die Grundschüler zum Schuljahr 2014/15 ihre neuen Unterrichtsräume beziehen, soll das vor allem der IGS zugute kommen, die dann ihren dritten Schülerjahrgang aufnimmt.