Aktuell
Home | Lokales | Rollende Heime von ihrer schönsten Seite
3174269.JPG

Rollende Heime von ihrer schönsten Seite

as Lüneburg. Der Globetrotter XXL von Detlefs wäre so recht nach dem Geschmack von Edeltrud Hussong. „Wunderbar geräumig und mit allen Schikanen drin. Allerdings hätte ich lieber ein Queensbett, das in der Mitte steht und um das man herumgehen kann“, sagt die Heusweilerin, die mit ihrem Mann Bernd in dem Luxus-Wohnmobil auf den Sülzwiesen Platz genommen hat. Das Ehepaar war gestern zu den ersten Lüneburger Wohnmobiltagen, die die Lüneburg Marketing GmbH organisiert hat, angereist und informierte sich auch bei einer Ausstellung über die neuesten Trends.

Insgesamt 118 Anmeldungen hat es für die Veranstaltung gegeben. In Reih und Glied parkten die rollenden Heime auf den Sülzwiesen. „Die Ersten haben wir schon um 8 Uhr eingewiesen“, berichtet Bernd Wenzel. Der neue Mann fürs Stadtmarketing hat die Wohnmobiltage unter Federführung von Marketing-Chef Stefan Pruschwitz mitorganisiert (siehe auch Seite 8). Es ist Wenzels erster Einsatz in Lüneburg. Das Pauschalangebot für die Wohnmobiltage beinhaltet unter anderem Stadt- und Rathausführungen, ermäßigte Kutschfahrten, einen Besuch im SaLü wie auch Gutscheine für Geschäfte. Dazu Ausstellung und Infos zu Neuerungen rund ums Wohnmobil. Zum Abschluss gibt es ein Salzsau-Barbecue.

Im Reisemobil-Heft hätten sie über die Veranstaltung gelesen und sich kurz vor Ostern angemeldet, berichten Edeltrud und Bernd Hussong. Seit 20 Jahren sind sie Wohnmobilisten. Inzwischen haben sie ihr fünftes Gefährt, „immer ein bisschen größer und technisch ausgereifter“. Der Frankia T790, knapp acht Meter lang, mit dem sie derzeit durch die Lande rollen, ist ein Luxus-Heim für rund 100 000 Euro. „Der Wunsch meines Mannes“, sagt Edeltrud Hussong, die aber ein Auge auf den Globetrotter XXL, Detlefs, geworfen hat. Aussteller Stefan Albrecht erläutert Details: zwei Doppelbetten, Kühl-Gefrier-Kombi und Backofen, Rückfahrkamera, Navigationssystem, Solarzellen auf dem Dach, Satellitenanlage, voll klimatisiert und eine edle komplette Lederausstattung. Das hat seinen Preis: rund 150 000 Euro. Was Bernd Hussong besonders gefällt: Der Globetrotter ist vollintegriert, sprich die Front ist eine Einheit, „da hat man noch mehr Platz“.

Die Ausstellung präsentiert Wohnmobile in verschiedenen Preissegmenten. Besonders interessant seien für viele neue Techniken, die die Wohnmobile leichter machen, sagt Stefan Albrecht. Denn der neue Führerschein Klasse B gelte nur noch für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Die neuen Techniken interessieren auch Jürgen Strotzki aus Preetz bei Plön beim Rundgang. Er ist zu den Wohnmobiltagen aber auch gekommen, weil er Lüneburg mag und die kurzen Wege vom Stellplatz zur Innenstadt schätzt. „Wir fahren häufig nach Bad Bevensen zum Baden, aber da gefällt uns der Stellplatz nicht.“ Wie Strotzki nutzte auch das Ehepaar Hussong gestern den Tag zum Bummel durch die Stadt. Die Rote-Rosen-Fans aus Heusweiler wollten erst einmal Drehorte besichtigen und dann Salzmuseum und SaLü in der Zeit bis Sonntag besuchen.