Aktuell
Home | Lokales | Lüneburger fordern Schutz der Arktis
3178626.JPG

Lüneburger fordern Schutz der Arktis

rast Lüneburg. „Die Hansestadt Lüneburg macht sich stark für regenerative Energien“, sagt Umweltdezernent Markus Moßmann und verweist auf die jüngsten Beschlüsse pro Windkraft und grüner Energieversorgung durch die E.on Avacon. Da war es für ihn keine Frage, dass er zum Schutz der Natur am Sonnabend zu den Unterzeichnern einer Greenpeace-Aktion in der Bäckerstraße gehörte. Die Aktion zum Schutz der Arktis war Teil eines bundesweiten Protests in 35 Städten.

Victor von Mirbach von der Greenpeace Jugend Lüneburg erläuterte Moßmann den Hintergrund: „Die Arktis ist durch den Klimawnadel in Gefahr. Trotzdem wollen Konzerne dort künftig nach Öl bohren. Daher fordern wir ein Schutzgebiet in der hohen Arktis.“ Die Aktivisten machten Fotos der Unterzeichner mit Arktis-Sprechblasen, die Bilder will Greenpeace im Mai dem Arktischen Rat, der aus den Außenministern der Arktis-Anrainerstaaten besteht, in Schweden übergeben. „Die Arktis ist eine Region, die besonders unter dem Klimawandel leidet“, sagt Johanna Mertens von Greenpeace Lüneburg: „Im vergangenen Herbst war die Ausdehnung des Meereises so klein wie noch nie seit Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungen vor 33 Jahren. Diesen Rückgang macht sich die Ölindustrie zunutze, um an bisher durch das Eis unerreichbare Öl- und Gasvorkommen zu gelangen.“

Emma Proin von der Greenpeace Jugend appelliert: „Die Arktis als eine der letzten intakten Naturregionen der Erde muss dauerhaft vor der Ausbeutung durch die Industrie geschützt werden. Die Arktis braucht ein Schutzgebiet. Je mehr Menschen als Arktisschützer aktiv werden, desto größer wird der Druck auf die Politik, zu handeln.“ Binnen einer Stunde hatten die Lüneburger bereits 40 Unterschriften gesammelt, laut Johanna Mertens haben weltweit schon mehr als zwei Millionen Menschen unterschrieben.