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Zeichen gegen häusliche Gewalt

ca Lüneburg. Häusliche Gewalt ist ein Dauerthema für die Polizei, immer wieder müssen die Beamten eingreifen, weil Paare sich prügeln, weil Kinder geschlagen werden, weil es zu Missbrauch kommt. Am Wochenende kam es erneut zu Schlägereien zwischen Paaren, ein prügelnder Ehemann wurde sogar in polizeilichen Gewahrsam genommen. Schon seit Wochen machen Polizei und Hilfsorganisationen mit einer Kampagne auf eine Aktion des Kriminalpräventionsrates aufmerksam, auch die Landeszeitung unterstützt das Anliegen, indem der Verlag kostenlos Anzeigen zum Thema veröffentlicht. Das Motiv, Finger werden zu Figuren, dreht sich immer um die Familie, darunter ist eine Internetadresse angegeben, unter der Hilfsangebote abgerufen werden können.

Nun finden sich die Motive auch auf Streifenwagen in Stadt und Kreis, in einem zweiten Schritt sollen Polizeiwagen in den Nachbarkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg mit entsprechenden Folien beklebt werden. Polizeichef Hans-Jürgen Felgentreu und Hauptkommissar Joachim Schwarz von der Wache beklebten jetzt das erste Auto mit dem Motiv. Selbstverständlich sei das Bild von innen durchsichtig, auch rechtlich sei alles abgesichert.

Hauptkommissarin Eleonore Tatge, sie ist bei der Lüneburger Polizei für Präventionsarbeit zuständig, berichtet, dass die Internetseite der Initiative seit Beginn der Kampagne häufiger angeklickt wird. Dort seien nicht nur Telefonnummern und Angebote von Hilfsorganisationen aufgeführt, sondern auch Beratungsangebote für Täter. Denn mancher wisse, dass er Hilfe braucht, um nicht wieder zum Schläger zu werden. Unter www.gegen-gewalt-in-der-familie.de finden sich weitere Infos.