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Musiker finden neue Bleibe

ca Lüneburg. Solidarität wird unter Musikern groß geschrieben. So hat die Jugendabteilung des Stadtorchesters des VfL jetzt eine neue Bleibe gefunden: Ein gutes Dutzend Musiker um den Vorsitzenden Matthias Böke und Ausbildungsleiter Manfred Cierpinsky können auf jeden Fall bis zu den Sommerferien in der neuen Musikschule üben. Das sichern Direktor Ulrich Petersen und sein Stellvertreter Lothar Nierenz dem Orchester zu. Sollte es auch dann noch schwierig sein, einen Probenraum zu finden, wolle man sich bemühen, eine längerfristige Lösung zu finden.

Wie berichtet, ist die alte Bleibe des Orchesters auf den Sülzwiesen Mitte Januar niedergebrannt. Die Ursache des Feuers lag laut Polizei in der Heizungsanlage begründet. Damals war auch ein Teil der Instrumente, Noten und der Uniformen in Flammen aufgegangen, der Schaden betrug mehrere 10 000 Euro. Danach standen viele dem Orchester bei, sodass viele Spenden zusammenkamen. Gerade erst erfuhren die Lüneburger Unterstützung aus der Partnerstadt Kulmbach.

Doch ein Hauptproblem blieb: der fehlende Übungstreff. Zwar konnten die Mitglieder des Orchesters andere Räume des VfL nutzen, auch bestand die Möglichkeit, sich in der Theodor-Körner-Kaserne zu treffen. Doch zum einen liegen die Räume ein wenig abseits und sind für Schüler, die etwa eine große Tuba transportieren müssen, nur mit Mühe zu erreichen. Zum anderen sind Gebäude nicht so schallisoliert, wie es beispielsweise für Bläser optimal ist. Das sei in der Musikschule natürlich anders, sind sich die Musiker einig.

Allerdings ist es auch für Petersen und Nierenz nicht ganz einfach, einen Platz zu finden, denn das Haus ist gut genutzt. Doch am Freitagnachmittag haben die Pädagogen eine Lücke im engen Belegungsplan entdeckt, die nutzen Cierpinsky und seine Mitstreiter jetzt gerne. Die Hoffnung bei ihnen aber bleibt, sich langfristig in einen eventuellen Neubau auf das VfL-Gelände zurückziehen zu können.