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„Große Chance für Bleckede“

cw Bleckede. Die Stadt Bleckede stellt die Weichen für eine neue Entwicklung der Innenstadt. Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses empfahlen die Mitglieder dem Rat einstimmig die Teilnahme am Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen. Ziel ist es, in den kommenden zehn Jahren die historischen Gebäude der Innenstadt zu sanieren. Angestoßen hatte diesen Schritt der vor kurzem gegründete Arbeitskreis Bleckeder Altstadt (ABA), bereits im Februar hatte zu diesem Thema eine Bürgerinformation stattgefunden.

Wegen der üblichen Drittelfinanzierung (Stadt-Land-Bund) bedeutet dies aber auch, dass „der städtische Haushalt über viele Jahre nennenswert gebunden wird“, betonte Bürgermeister Jens Böther bei der Sitzung. Die Rede war von einer siebenstelligen Summe über den gesamten Förderzeitraum.

Die Bleckeder Innenstadt gehört laut Böther zu den wenigen Orten im Kreis, in denen eine historisch städtisch geprägte Bausubstanz in dieser Gesamtheit erhalten sei. Ein Großteil der Gebäude steht unter Denkmalschutz, Erhalt und Sanierung sind teuer, deshalb sucht die Stadt nach Wegen, um Fördermittel für eigene Objekte und die von Privatleuten einzuwerben. Schon in den 1980er Jahren hatte Bleckede von der Städtebauförderung profitiert.

Um sich erneut zu bewerben, braucht es vorbereitende Untersuchungen und ein sogenanntes integriertes Stadtentwicklungskonzept, an dem die Bürger beteiligt sind. Doch das fehlt bislang. Deshalb empfahl Böther, sich erst 2014 für dieses Programm zu bewerben.

Die CDU steht hinter dem Konzept. „Wir müssen etwas für unsere Innenstadt tun“, betonte Axel Kastens. „Das sollte uns das Geld wert sein.“ Auch Jens Lohmann (UWB) sah das so: „Es besteht akuter Handlungsbedarf“, machte er deutlich. „Dies ist eine große Chance für Bleckede.“ Heiko Borgert (Grüne) war zunächst skeptisch, fragte nach, ob die Stadt sich diese Investitionen wirklich leisten könne und ob die Privatleute auch wirklich mitzögen. Böther beruhigte ihn: Das Ganze werde sich über viele Jahre hinziehen, sodass im jeweiligen aktuellen Haushalt eine eher überschaubare Summe eingestellt werden müsse, und das Engagement der Bürger sei ohnehin wegen des „beteiligungsorientierten Konzeptes“ Voraussetzung.