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Lieber Fußballspiele als Baufahrzeuge

lz Lüneburg. Die Fußballer des LSK bekommen Unterstützung von Umweltschützern. Die hiesigen Gruppen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes (Nabu) lehnen eine Bebauung des Gebietes in Wilschenbruch zwischen Reiherstieg und der Ilmenau, wo der Sportverein seine Heimat hat, weiter strikt ab. Es handle sich um „ein wertvolles Naherholungsgebiet“, das seit 1971 mehr als 30 Jahre lang unter Landschaftsschutz gestanden habe. Wie berichtet, soll das Areal verkauft und bebaut werden, damit die Gläubiger des insolventen Vereins ihr Geld bekommen.

Der Sportbetrieb finde dort seit mehr als 100 Jahren statt und sei laut den Umweltverbänden naturverträglich. Ein Baugebiet mit großflächiger Versiegelung würde jedoch wie ein Keil in die Landschaft nahe der Ilmenau hineinragen, meinen BUND und Nabu. Sie kritisieren besonders eine mögliche Bebauung des nordwestlichen als Überschwemmungsgebiet der Ilmenau ausgewiesenen Areals. „Eine Versiegelung dieses Geländes wäre nicht nur ökologisch fatal, sondern darüber hinaus auch rechtswidrig“, glauben sie. „Da der Gebietsteil der Stadt gehöre, käme ein Verkauf als Bauland sowieso nicht dem LSK zugute, würde also nicht der Vereinssanierung dienen.“ BUND und Nabu fordern, dass zumindest das Überschwemmungsgebiet von jeglicher Bebauung freigehalten werde. Und sie erhoffen sich „Transparenz und Offenheit über alle von den Verantwortlichen geplanten Schritte“.

Generell sollte nach Ansicht der beiden Umweltverbände das LSK-Gelände – auch nach einem eventuellen Umzug des Vereins – nicht bebaut, sondern vielmehr als Ausgleichsfläche für anderweitige Eingriffe vorgehalten werden. Das ins Naherholungsgebiet an der Ilmenau eingebettete Areal böte sich ideal dafür an.