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Schlepper-Familie aus Dahlem

kre Dahlem. Wie viele Trecker braucht ein Mann, um glücklich zu sein? „Mindestens vier“, sagt Heinz-Jürgen Wachowski aus Dahlem und rechnet vor: „Ich habe vier Kinder, davon drei Jungs. Und von denen will jeder Trecker fahren.“ Nachdem das also geklärt ist, stellt sich zwangsläufig die nächste Frage: Woher rührt die Leidenschaft der Wachowski-Männer für schwere Landmaschinen?

Von Vater Heinz-Jürgen! Der 61-Jährige besitzt – natürlich – selbst auch einen Trecker. Nicht, dass die Dahlemer die Maschinen beruflich wirklich brauchen würden: Vater Heinz-Jürgen ist Schulhausmeister in Dahlenburg, Marc (31), Stefan (34) und Ralf (22) verdienen ihre Brötchen als Technischer Zeichner, Elektroinstallateur und Fachinformatiker. Trotzdem: Ein Leben ohne ihre betagten Trecker – für die schrauberbegeisterte Familie aus Dahlem unvorstellbar.

„Es gibt schlimmere Hobbys“, sagt Heinz-Jürgen Wachowski und schiebt lachend nach: „Wir sind eben alle vom Trecker-Virus infiziert.“

Offenbar: Denn spätestens, wenn man den jüngsten Spross der Familie beobachtet, sieht man, dass die Diagnose des Familienoberhauptes so falsch nicht ist: Stolz wie die Großen nimmt der acht Monate alte Theo auf dem von seinem Papa Marc eigens für ihn gebauten Spielzeugtrecker Platz.

In den vergangenen Tagen war für die Wachowski-Männer technischer Dienst an ihren betagten Maschinen angesagt, denn am Sonntag, 21. April, wollen sie, wie jedes Jahr, mit ihren Landmaschinen am Oldtimer-Treffen in Ellringen teilnehmen. Ein Muss für Freunde betagten Blechs. Ob alte Autos, Motorräder oder eben landwirtschaftliche Geräte von einst – „wir finden alles spannend“, sagt Marc Wachowski und sein Vater ergänzt: „Eigentlich ist der Tag viel zu kurz, um sich alles genau anzuschauen.“

Das älteste Fahrzeug auf dem Hof der Dahlemer Familie ist ein alter Hanomag R 25, Baujahr 1951 mit 25 PS. „Den hatte noch mein Vater Heinz auf seinem Bauernhof in Köstorf genutzt“, berichtet Heinz-Jürgen. 1980 hatte sein Vater einen zweiten Trecker angeschafft. Ebenfalls einen Hanomag, aber mit 42 PS deutlich leistungsstärker.

„Bis 2006 waren die beiden Trecker auf meinem elterlichen Hof in Köstorf in Einsatz“, berichtet der 61-Jährige, der selbst mit seiner Familie schon lange in Dahlem lebt. Anfangs ohne eigenen Trecker. „Aber immer mit dem Auto in den Wald, um Brennholz zu machen, das war auf Dauer zu aufwendig“, erklärt Wachowski. Deshalb schaffte er sich einen gebrauchten Deutz D 15 mit 14 PS an. „Der stand bei einem Neetzer Händler“, berichtet der 61-Jährige. Einige Jahre später kam ein weiterer Trecker dazu: Ein Güldner, Baujahr 1962 mit 17 PS. „Der hatte dem verstorbenen Vater eines Freundes gehört“, berichtet Wachowski.

Komplettiert wird das Trecker-Duo in Dahlem durch die beiden Schlepper des verstorbenen Heinz Wachowski aus Köstorf. Doch vier Schlepper sind der technikbegeisterten Familie nicht genug: Zum Fuhrpark der Dahlemer gehören längst auch ein betagter Hanomag R 332 mit 32 PS, ein Hanomag R 27 mit 27 PS und ein Deutz D 40 S mit 40 PS.

Wie gesagt: Zum Schleppen und Transportieren gibt es bei den Wachowskis immer was..