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Bunte Parade auf der Elbe

tja Lauenburg/Hohnstorf. Das hat es auf der Elbe zwischen Lauenburg und Hohnstorf noch nie gegeben: Fünf Fahrgastschiffe und die Barkasse „Piep“ fuhren jetzt einen Schiffskorso und ließen Hunderte blaue und weiße Luftballons steigen. Höhepunkt des ersten „Kurs-Elbe-Tages“ in der Metropolregion Hamburg. Auf dem Wasser und an beiden Ufern herrschte dichtes Gedränge.

„Es ist toll, wir wussten nicht, wie es die Menschen annehmen, aber mit diesem Besuch sind wir sehr zufrieden“, sagte Ulrike Sindermann, Lauenburgs Tourismusmanagerin. Vom Schlossberg aus verfolgte sie das Spektakel des Schiffskorsos. Wie viele Menschen tatsächlich in Lauenburgs Altstadt und vor dem Hohnstorfer Fährhaus auf den Beinen waren, ließ sich schwer beurteilen. Zu weitläufig und verzweigt war die Festmeile. Es dürften aber einige tausend Menschen unterwegs gewesen sein.

„Eine tolle Aktion, die Lust auf mehr Aktivitäten an der Elbe macht“, schwärmte Hannelore Matthiessen aus Handorf. Und auch Frank Boden aus Lütau (Kreis Herzogtum Lauenburg) war zufrieden. „Es ist eine gute Organisation, man kann viel über unsere Region hier an der Elbe erfahren“, sagte er. Die Touristiker hatten eine kleine „Reise-Messe“ aufgebaut und für die Metropolregion Hamburg geworben.

Neben der Stadtbarkasse „Piep“ aus Geesthacht waren auch die „Lüneburger Heide“ aus Artlenburg, die „Käpt. Kudd’l“ aus Zollenspieker, die „Serrahn Queen“ aus Bergedorf, die „Elise“ aus Dömitz und der Dampfeisbrecher „Elbe“ aus Hamburg am Start. Hans-Jürgen Haak koordinierte den um 15 Uhr erfolgten Schiffskorso per Funk vom Schlossberg aus. „Du musst zur Seite, ich habe nicht so einen engen Wendekreis, schnell, sonst kracht es gleich“, funkte der Schiffsführer der „Elbe“ den der „Elise“ an, um in der Aufstellung seinen Platz zu finden. Von der Elbbrücke aus, die Lauenburg und Hohnstorf verbindet, ging es dann elbabwärts. In Höhe des Lauenburger Rufer-Platzes wurden dann die Ballons an Bord in die Luft gelassen.

An beiden Ufern gab es zudem jede Menge Attraktionen. Auf dem Lauenburger Lösch- und Ladeplatz sang der bekannte Liedermacher Rolf Zuckowski, vor Hohnstorfs Fährhaus war eine bunte Kindermeile mit vielen Spielen aufgebaut. „Mal sehen, wie es weitergeht, aber so einen Kurs-Elbe-Tag kann man auf jeden Fall wiederholen“, urteilte Ulrike Sindermann. Wir hatten ursprünglich vor, in den beteiligten Regionen jeweils eine Stadt als Aktionsort auszusuchen, aber so zentral in einem Ort ist es viel schöner“, fand die Tourismusmanagerin.

Einziger Wermutstropfen: Mitten in der Lauenburger Elbstraße klafften zwei große Löcher. Eigentlich sollten hier längst Absperrpoller für den Durchgangsverkehr eingebaut sein, doch die Arbeiten verzögerten sich, weil zu viele Leitungen im Boden dem Fundament nicht ausreichend Platz bieten.