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Drei Stadtteile energetisch sanieren

as Lüneburg. Die Stadt möchte die energetische Sanierung in den Stadtteilen Kaltenmoor, Kreideberg und Hasenburger Berg vorantreiben. Dazu sollen in einem ersten Schritt energetische Quartierskonzepte erstellt werden, die über einen Fördertopf der Bundesregierung bezuschusst werden. 150 000 Euro kosten die drei Konzepte. „65 Prozent davon übernimmt der Bund, die Kommune schießt 35 Prozent dazu“, sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann, die gestern das Projekt erläuterte.

„Die Förderung soll dazu dienen – ganz im Sinne der Klimaschutzziele von Stadt, Land und Bund -, die Energiebilanz der Gebäude zu verbessern, die öffentliche Infrastruktur zu optimieren und die Kohlendioxideinsparung weiter voranzutreiben“, so Gundermann. Davon profitiere nicht nur das Klima, auch Eigentümer der Häuser, ihre Mieter und die Kommunen zögen einen Nutzen daraus, wenn zum Beispiel die Nebenkosten sinken und die Quartiere insgesamt durch die modernisierten Häuser attraktiver werden.

Da die drei Quartiere ganz unterschiedlich seien, was die Strukturen, Eigentumsverhältnisse wie auch mögliche Maßnahmen der energetischen Sanierung angehen, seien drei Konzepte notwendig. Die Stadt arbeitet bei der Erstellung eng mit der BaubBeCon Sanierungsträger GmbH, dem Stadtplanungsbüro cappel + Kranzhoff sowie dem Energieplaner Enakon Wolfenbüttel zusammen.

„Bevor wir überlegen, welche energieeinsparenden Maßnahmen sinnvoll umgesetzt werden können, ermitteln wir den Ist-Zustand des jeweiligen Quartiers, beschreiben die Bausubstanz und ermitteln, wo schon regenerative Energien eingesetzt werden, beziehungsweise wo mit Öl und Gas geheizt wird. Daneben schauen wir aber auch auf die Sozial- und Wirtschaftsstruktur sowie auf die Verkehrsinfrastruktur“, erläutert die Stadtbaurätin. Die Konzepte für die drei Stadtviertel sollen im Laufe des Jahres erarbeitet werden. Die Stadt will die Bürger beteiligen: Am Kreideberg ist eine Info-Veranstaltung geplant, am Hasenburger Berg übernimmt dies die Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft (Lüwobau), die dort Eigentümer von 218 Wohneinheiten ist. „In Kaltenmoor haben wir bereits beim letzten Bürgerforum zum Konzept vorgetragen. Dort werden wir auch versuchen, mit den beiden Großeigentümern und Einzeleigentümern ins Gespräch zu kommen.“

Die sogenannten integrierten Quartierskonzepte sind Grundlage dafür, dass die Stadt abschließend Fördermittel für einen Sanierungsmanager beantragen kann. Der hat dann die Aufgabe, Bürger über Möglichkeiten der energetischen Sanierung sowie Fördermöglichkeiten zu beraten.