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Gebührenstreit findet ein Ende

ina Brietlingen. Viel Aufregung und Streit gab es im Vorfeld zwischen Eltern und Rat wegen der Kindergartengebühren. Jetzt ist eine Einigung zum Greifen nahe. Denn nach der Sitzung des Jugend-, Sport-, Sozial- und Kindergartenausschusses (JSSK) der Gemeinde Brietlingen liegt jetzt die neue Gebührensatzung als Beschlussvorlage vor.

Noch im Oktober 2012 ist geplant gewesen, dass künftig ein Halbtagsplatz (8 bis 12 Uhr) sechs Prozent des bereinigten monatlichen Familieneinkommens kosten soll, mindestens 95 und maximal 305 Euro (bisher 84 und 208 Euro). Elf Prozent hätten zudem für einen Ganztagsplatz (8 Stunden) fällig werden können, das hieße Beiträge zwischen 160 und 495 Euro (vorher: 149 bis 328 Euro).

Bereits bei der damaligen Sitzung des JSSK-Ausschusses hatten die Eltern mit Empörung und Protest auf die geplante Beitragserhöhung reagiert. Daraufhin wurde die Entscheidung zurückgestellt, und ein Runder Tisch ins Leben gerufen. Dieser tagte bisher drei Mal und einigte sich auf eine moderatere Erhöhung: Bei einer einheitlichen Bemessungsgrenze von 4100 Euro monatlich für den Höchstbetrag zahlen Eltern ab 1. August 5,85 Prozent für die Betreuung in einer Halbtagsgruppe von 8 bis 12 oder von 13 bis 17 Uhr (max. 240 Euro). Ein Ganztagsplatz von 8 bis 16 Uhr kostet 9,3 Prozent (max. 380 Euro) und die Betreuung in der Kinderkrippe von 8 bis 16 Uhr 11 Prozent (max. 450 Euro).

Im Früh-, Spät- und Mittagsdienst sollen künftig je 30 Minuten 20 Euro gezahlt werden, für eine Zehnerkarte je 30 Minuten 15 Euro. Für eine Betreuung in einer Dreiviertel-Gruppe von 8 bis 14 Uhr 7,6 Prozent (max. 312 Euro) und die Schnuppergruppe, zwei Mal wöchentlich von 14 bis 17 Uhr, 2,3 Prozent (max. 95 Euro).

Bei der JSSK-Ausschuss-Sitzung, die Angela Lütjohann (SPD) als Vorsitzende leitete, gab es lediglich eine kurze Diskussion mit anwesenden Müttern bezüglich der Kostenreduzierung beim zweiten und dritten Kind. Die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Bauer (SPD) sprach von einer Kostenreduzierung um 25 und 50 Prozent, obwohl im Vorfeld von 50 und 75 Prozent die Rede war. Jutta Bauer lenkte aber sofort ein: „Mir war diese konkrete Zusage nicht klar, aber selbstverständlich werden wir die Änderung handschriftlich in der Benutzungs- und Gebührensatzung fixieren.“ Über die Gebührensatzung entscheidet der Rat bei seiner kommenden Sitzung am Mittwoch, 22. Mai.

Aktuell gibt es im Kindergarten Storchenland noch freie Plätze, die Anfragen im Kindergarten Moorburg gehen hingegen über das vorhandene Kontingent hinaus und werden daher am 2. Mai per Losverfahren vergeben.