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Kosten explodieren

as Lüneburg. Der Winter hatte Lüneburg über Monate eisern im Griff. Die Folge: Der Winterdienst der Stadt musste zu 161 Einsätzen ausrücken, um Fahrbahnen, Geh- und Radwege sowie Bushaltestellen von Schnee und Eis zu räumen. Die Kosten für Streusalz, Fahrzeugeinsatz, Personal und Rufbereitschaften belaufen sich für die Saison 2012/2013 auf 716 301 Euro, erläuterte Jens Sporleder, Bereich Controlling, jetzt im Wirtschaftsausschuss. Dennoch geht die Stadt davon aus, dass es zu keiner Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren kommen wird, „da die Kosten über einen Zeitraum von zehn Jahren gemittelt werden“, sagt Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek. Denn die Winter sind nicht gleich, erfordern mehr oder weniger Räumeinsätze, das machte Sporleder anhand von Daten deutlich.

Insgesamt 167 Kilometer Fahrbahnen, 54 Kilometer Gehwege, 25 Kilometer kombinierte Geh-/Radwege, 43 Kilometer Radwege und 318 Bushaltestellen muss das Team des Winterdienstes, das bei der der Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH (AGL) angesiedelt ist, räumen. Wenn’s richtig knackt, sind acht Mitarbeiter im Einsatz, um die Straßen mit Großräumfahrzeugen frei zu bekommen, 46 Mitarbeiter sind für Geh- und Radwege zuständig, 33 für die Bushaltestellen, nannte Sporleder Eckdaten.

Er gab auch einen Überblick zu den Einsätzen/Stunden sowie dem Verbrauch von Streusalz/Streusand in den Wintern 2010/2011, 2011/2012 und 2012/2013. Vor zwei Jahren gab es besonders viel im Dezember zu tun, damals wurden 7314 Einsatzstunden von insgesamt 9150 geleistet. 139 Mal mussten die Mitarbeiter der AGL raus, rund 2200 Tonnen Streusalz/-sand wurden in der Saison verbraucht. Kosten: rund 703 500 Euro.

Milde war der Winter 2011/2012, das schlug sich in der Bilanz natürlich positiv nieder: 32 Einsätze, 2144 Einsatzstunden, 451 Tonnen Streumittel. Die Kosten mit rund 235 700 Euro waren verhältnismäßig moderat. In dieser Saison forderten Eis und Schnee von Dezember bis in den tiefen März ihr Tribut: 716 301 Euro kosteten 161 Einsätze mit 10 052 Arbeitsstunden und 2600 Tonnen Streumitteln. Und der nächste Winter kommt bestimmt.