Aktuell
Home | Lokales | Für Gutverdiener wird es teuer
3208815.jpg

Für Gutverdiener wird es teuer

ahe Lüneburg. Wer ein geringes Einkommen hat, muss in Lüneburg künftig weniger Kita-Gebühren zahlen, Eltern mit einem höheren Lohn müssen deutlich mehr berappen als bislang: So zumindest sieht es die neue Beitragsordnung vor, die in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, 2. Mai, 15.30 Uhr, im Huldigungssaal des Rathauses vorgestellt wird. Stimmt die Politik der neuen Staffelung zu, tritt sie schon zum 1. August in Kraft.

Eigentlich sollten die Kita-Gebühren schon im vergangenen Jahr um zwei Prozent erhöht werden. So war es auch in den vorangegangenen Jahren üblich. Doch es regte sich Widerstand. Der Kita-Stadtelternrat begehrte auf, die CDU-Fraktion im Rat verweigerte ihre Zustimmung – das Thema verschwand wieder von der Tagesordnung. Statt den jährlichen Zwei-Prozent-Aufschlag fortzusetzen, wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die eine neue Gebührenregelung auf den Weg bringen sollte. Eltern und freie Kita-Träger wurden dabei miteinbezogen. Die Vorgabe blieb aber dieselbe: Die Elternbeiträge sollten zusammen rund 20 Prozent der tatsächlichen Kosten der Kita-Betreuung decken.

Die Gebührenstaffel, die ausgearbeitet wurde und nun zur Diskussion steht, sieht eine Entlastung der unteren Lohngruppen und eine Mehrbelastung für Eltern mit höheren Einkommen vor. Einige Beispiele:

Eltern, die es auf ein Einkommen von 20 000 Euro im Jahr bringen, zahlten für einen Kita-Platz bislang 132 Euro, künftig würde er 122 Euro im Monat kosten. Für einen Krippenplatz wären statt 150 nur noch 129 Euro fällig.

Bei einem Jahresverdienst von 40 000 Euro müssten Eltern für einen Kita-Platz wie bisher 269 Euro aufbringen, die Unterbringung in einer Krippe würde statt 297 Euro dann 285 Euro kosten.

Bei einem Einkommen von mehr als 63 000 Euro pro Jahr steigen die Kosten für einen Kita-Platz von 352 auf 473 Euro, für einen Platz in der Krippe müssten die Eltern 499 statt bislang 400 Euro aufbringen.

Auch diese Maximalbeträge würden laut Stadtverwaltung bei weitem nicht die tatsächlichen Kosten eines Kita-Platzes decken, die bei 800 bis 1000 Euro lägen. Da sich noch nicht im Detail voraussagen lasse, wieviel Geld von den Eltern zusammenkäme, schlägt die Arbeitsgruppe vor, das Gebührenmodell nach zwei Jahren erneut auf den Prüfstand zu stellen.