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Jugendliche haben viele Ideen für Kaltenmoor

ap Lüneburg. Mehr Aktionen im Grünen. Renovierung und neue Möbel für das Jugendzentrum. Mitbestimmung beim Stadtteilfest. Mehr Ausleihtage in der Bücherei. Das sind nur einige Ideen von Kindern und Jugendlichen für ein lebenswerteres Kaltenmoor. Viele Mädchen und Jungen aus dem Stadtteil sind unzufrieden mit ihrer Umgebung. Einige Jungs ärgern sich besonders darüber, dass die Tore auf den Fußballplätzen in einem schlechten Zustand seien. Geäußert haben sie ihre Ideen jetzt bei einem Beteiligungsprojekt unter dem Motto „Chillst du noch oder bestimmst du schon? Mach deine Meinung zur Aktion“.

Jung und Alt sind ins Schulzentrum Kaltenmoor gekommen, um ihren Stadtteil neu zu gestalten. Unter der Moderation von Yaari Pannwitz erstellen sie einen Aktionsplan. In einem Stuhlkreis versammeln sich Erwachsene und Kinder. Auch Kaltenmoors Quartiersmanager Uwe Nehring ist dabei. Gerade die Erwachsenen staunen, wie viel Verbindung die Kinder zu ihrem Stadtteil haben. Sie fordern nicht, sondern möchten selbst mit anpacken, zum Beispiel im Kunstunterricht Plakate basteln, um auf Spendenaktionen aufmerksam zu machen.

Yaari Pannwitz fordert die Anwesenden auf, ihre speziellen Anliegen auf Papier zu bringen und den anderen vorzustellen. Dabei gehe es nicht darum, möglichst viele Projekte aufzuschreiben, sondern nur das, was die Ideengeber selbst begleiten wollen. Ein besonders großes Anliegen hatte sich schon am ersten Tag des zweitägigen Projektes herauskristallisiert. Für die Außenstelle der Ratsbücherei im Schulzentrum wünschen sich die Kinder ausgeweitete Öffnungszeiten, vor allem am Wochenende soll sie öffnen, da hätten die Kinder ja auch mehr Zeit zum Lesen. Dafür könne zum Beispiel ein anderer Tag in der Woche gestrichen werden. Den Kindern ist bewusst, dass die wohl höheren Kosten ein Problem darstellen könnten. Durch Spenden oder die Arbeit von Ehrenamtlichen wollen sie die Umsetzung dennoch in Angriff nehmen. Uwe Nehring zieht eine positive Bilanz: „Es hat keinen Unterschied gemacht, ob man 8 Jahre oder 57 Jahre alt ist. Das hat hier ohne Probleme funktioniert.“ Für ihn sei klar, dass das Projekt fortgeführt werden sollte.