Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ein Platz für die Freundschaft

dth Adendorf. Anlässlich der mehr als 25-jährigen Partnerschaft der Gemeinde Adendorf mit dem französischen Canton Saint Romain de Colbosc hat sich der Rat Adendorf für die europäischen Freunde eine besondere Überraschung einfallen lassen: „Wir wollen den Adendorder Boule-Platz mit einem neuen Schild der deutsch-französischen Freundschaft widmen“, trug Rolf-Werner Wagner (SPD) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Wenig begeistert zeigte sich Hans-Detlef Jacobi (CDU/Jacobi): „Auf den ersten Blick ist das eine gute Sache.“ Und dann holte er aus, wer sich wohl darüber freuen würde, einen Platz gewidmet zu bekommen, „mit verkrauteten Wegen, angebrochenen Sitzbänken und mit roten Fähnchen verzierten Hundekothaufen.“ Jacobi: „Wir sollten uns anderes überlegen, lieber zwei Straßennamen vergeben für die französische und auch für die polnische Partnergemeinde.“

Wagner kanzelte daraufhin Jacobi ab, dessen „feinsinniger und literarischer Vortrag“ gehe am Thema vorbei: „Die Franzosen wissen mit dem Boule-Platz schon etwas anzufangen. Wir lassen uns von Ihnen die Laune nicht verderben und feiern die deutsch-französische Freundschaft.“ Darauf Jacobi: „Ich habe nur den Zustand des Platzes beschrieben.“ Bürgermeister Thomas Maack (SPD) wollte erst etwas dazu sagen, zog dann aber seine Wortmeldung zurück. Mehrheitlich, bei einer Gegenstimme, beschloss der Rat, auf dem Boule-Gelände ein Schild aufzustellen, das es als „Platz der deutsch-französischen Freundschaft“ ausweist mit Verweis auf die Gemeindepartnerschaft von 1987 bis 2012. Zu Pfingsten wird eine Abordnung aus dem Canton Saint Romain de Colbosc in Adendorf erwartet, dann soll das neue Schild feierlich enthüllt werden.

Feierlich ins Ehrenbeamtenverhältnis für sechs Jahre berufen wurde jetzt Volker Müller mit Wirkung zum 1. Mai als stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Adendorf. Andreas Ahlert wurde zum stellvertretenden Ortsbrandmeister der Feuerwehr Erbstorf ernannt. Markus Braun wurde in Abwesenheit zum neuen Adendorfer Ortsbrandmeister ernannt.

Mehrheitlich, gegen Kritik der Grünen, stimmte der Rat Adendorf zudem für die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 37 „Sandstücke“. Zuvor war in dem festgelegten Mischgebiet am Röthenweg mit einer Fläche von nun 10 000 Quadratmetern Wohnbebauung nicht erlaubt. Jetzt wird das Areal in zwei Baufelder geteilt, westlich soll weiterhin ein Gewerbebau etwa für Büros entstehen, im östlichen Bereich ist jetzt Wohnbebauung zulässig.