Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Was wird aus dem Waldbad?

emi Salzhausen. Schon lange wird über die Zukunft des Waldbads Salzhausen diskutiert, nun könnte eine Vorentscheidung fallen: Am 6. Mai um 19.30 Uhr geben die Mitglieder des Samtgemeindeausschusses für Schulen, Jugend, Sport und Kultur im Salzhäuser Rathaus eine richtungsweisende Beschlussempfehlung über die Waldbadsanierung ab. Die endgültige Entscheidung trifft am 24. Juni der Samtgemeinderat Salzhausen. Kosten wird die Sanierung nach derzeitigen Schätzungen 2,01 Millionen oder 2,14 Millionen Euro – abhängig vom Umfang der Maßnahmen.

Auf dem Tisch liegt das Sanierungskonzept der Planungsgesellschaft Hildesheim (PGH), das als Eckpfeiler ein variabel nutzbares Becken mit abtrennbarem Nichtschwimmerbereich, vier 50-Meter-Bahnen sowie ein separates Kleinkinder-Becken vorsieht. In den Kosten von 2,01 Millionen Euro sind laut Sitzungsvorlage die Grundsanierung des Schwimmbeckens und der Technik sowie ein Teil der Attraktionen wie Breitrutsche, Wasserkletterwand und der Neuaufbau des Ein- bis Drei-Meter-Sprungturms enthalten.

Noch umfangreicher ist die 2,14-Millionen-Euro-Variante. Im Preis inbegriffen sind dann unter anderem Sonnenschirme für den Bereich der Holzliegeflächen, ein zusätzliches Sonnensegel für das Kleinkindbecken und zwei weitere Kleinkindbeckenattraktionen. Die Verwaltung empfiehlt, diese Optionen bei der Sanierung gleich mit umzusetzen.

Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause ist überzeugt: „Wir können die Sanierung in diesem Umfang finanzieren.“ Er empfiehlt dem Rat, das Bad instand zu setzen: „Entweder wir sanieren das Freibad oder wir verabschieden uns davon. Die einzige Alternative wäre Zuschütten.“ Rechtlich gesehen sei das Bad zwar eine „freiwillige Aufgabe, aber dort findet nicht nur Freizeitspaß statt, sondern auch Schulschwimmen. Eine Samtgemeinde dieser Größenordnung und mit einem Schulstandort von der Grundschule bis zum Gymnasium muss so ein Bad haben.“

Krause will sich indes für eine Sanierung zu 100 Prozent aus Fremdmitteln stark machen, denn „im Moment gibt es zinsgünstige Darlehensmöglichkeiten über KfW-Mittel“. Einige Mitgliedsgemeinden hätten ihre Bereitschaft signalisiert, das Projekt zu bezuschussen.

Dagmar Maigatter, Vorstandsmitglied des Waldbad-Fördervereins Salzhausen, hält das Schwimmbad für einen „extrem wichtigen kommunalen und sozialen Treffpunkt für Jung und Alt mit einer tollen Atmosphäre“. Dieser Treffpunkt dürfe auf keinen Fall wegfallen, denn: „Für Kinder und Jugendliche gibt es im Sommer ansonsten nicht allzu viele Möglichkeiten.“

Zusammen mit ihren Vorstandskollegen vom Waldbad-Förderverein hofft sie nun, dass möglichst viele Bürger zur heutigen Ausschusssitzung kommen, um durch ihre Anwesenheit „das hohe Interesse an der Waldbadsanierung deutlich zu machen“. Zwar gebe es viele positive Stimmen, schreibt der Förderverein in einer Pressemitteilung, „aber noch ist die Sanierung nicht in trockenen – oder besser nassen – Tüchern“.

Sollte sich der Samtgemeinderat im Juni für eine Renovierung aussprechen, könnten im Herbst nächsten Jahres die Bagger anrücken. Im Mai 2015 sollen die Arbeiten laut Krause abgeschlossen sein. So müsste keine Badesaison ausfallen.