Aktuell
Home | Lokales | Arbeitslosenzahl sinkt im April nur leicht
3215864.jpg

Arbeitslosenzahl sinkt im April nur leicht

red Lüneburg. Der regionale Arbeitsmarkt kommt unter anderem wegen des langen Winters nicht so richtig in Schwung: Im April waren im Kreis Lüneburg 6193 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, zwar weniger als im März (-24), aber deutlich mehr als im April des Vorjahres (+ 278). Das geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen hervor.
Die Arbeitslosenquote lag im Kreis Lüneburg bei 6,9 Prozent. Im gesamten Agentur-Bezirk, zu dem neben Lüneburg auch die Dienststellen Uelzen, Lüchow, Winsen und Buchholz gehören, waren 18072 Arbeitslose registriert, ein Prozent weniger als im März, die Quote im April hier: 6,4 Prozent. Bernd Passier, Chef der Agentur, analysiert die Lage so: „Im Vergleich zum Vorjahr baut sich die Arbeitslosigkeit langsamer ab. So haben allein 10,6 Prozent weniger Arbeitslose eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können.“ Passier sieht als einen Grund für diese Lage die lange Frostperiode, die sich gerade auf die Branchen, die vom Wetter abhängig sind, auch nach den Osterfeiertagen noch auswirkte. Die Arbeiten konnten erst deutlich später als in den vergangenen Jahren wieder aufgenommen werden. Und die Wiedereinstellungen der vergangenen Tage spiegelten sich noch nicht in den aktuellen Zahlen wider, denn der statistische Stichtag lag bereits am 11. April.
Im April meldeten sich 3851 Personen bei den Arbeitsagenturen oder Jobcentern neu oder erneut arbeitslos, 45 mehr als im März, aber 23 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 4032 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit. Die Zahl der sogenannten Abgänge ging aber deutlich gegenüber dem Vormonat (-250/ -5,8 Prozent) und dem Vorjahresmonat (-157/ -3,7 Prozent) zurück. Besonders in der Altersklasse der zwischen 25 und 40 gibt es Arbeitsuchende, die keine Ausbildung haben. Diese jungen Menschen haben nach der Schule aus unterschiedlichen Gründen keine Ausbildung absolviert und bekommen durch die Initiative „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“ eine zweite Chance. Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen sie dabei, einen neuen Anlauf für eine Aus- bzw. Weiterbildung zu nehmen, die zum Berufsabschluss führt. Seit Jahresbeginn haben 745 Arbeitsuchende aller Altersklassen eine berufliche Weiterbildung begonnen. Das waren 201 (36,9 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Stellenmarkt verzeichnete gegenüber März ein leichtes Minus. Insgesamt waren 3021 freie Stellen gemeldet, das waren 89 weniger als im Vormonat. Darunter befanden sich 839 Stellenangebote, die im Monatsverlauf neu gemeldet wurden. Was auf dem Lüneburger Arbeitsmarkt auffällt: Es sind deutlich mehr Männer (56,1%) als Frauen (43,9%) arbeitslos, fast ein Drittel der Betroffenen ist 50 Jahre und älter, und ein Drittel ist schon länger als ein Jahr ohne Arbeit.