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Zukunft des Krügerbaus nimmt Gestalt an

as Lüneburg. Ein klares Signal zum Erhalt des Krügerbaus gab es jetzt im Bauausschuss: Dort wurde ein Sanierungs- und Nutzungskonzept im Zuge der Neurorientierung der Museumslandschaft vorgestellt. Das Projekt braucht allerdings einen langen Atem, „denn die 900 000 Euro für die Sanierung sind in der mittelfristigen Finanzplanung nicht eingestellt“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Als Zeitschiene für die Umsetzung gab er 2015 bis 2020 an. Die Mittel sollten schrittweise – je nach Etatlage – in den Haushalt eingestellt werden. Der Museumsverein will zudem Geld einwerben.

Die Pläne für einen Abriss des Krügerbaus sind längst vom Tisch, der Protest war groß und hatte Erfolg. Nun hat die Stadt Konzepte für die Zukunft entwickelt. Dieter Krügel, Bereichsleiter Hochbau, erläuterte in der Sitzung, woran der 1907 entstandene Bau krankt: Das Gebälk im Dachbereich ist geschädigt, Feuchtigkeit hat den Wandflächen zugesetzt, so dass der Putz abplatzt, in den Giebeln gibt es Risse, die Fenster sind in schlechtem Zustand. Zudem müssten die Elektroinstallation, Heizung und Fußböden erneuert werden. Außerdem soll das ganze Gebäude barrierefrei gestaltet werden. „Bereits im vergangenen Jahr wurde der Dachstuhl statisch verbessert und der Treppengiebel mit Edelstahlankern gesichert, eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Sanierung“, erläuterte Krügel.

Das Nutzungskonzept sieht Folgendes vor: Der Keller grenzt an den Erweiterungsbau des Museums, aufgrund eines Höhenunterschiedes ist der Zugang jedoch nicht barrierrefrei zu gestalten. Deshalb soll hier Magazinfläche für das Museum entstehen.

Im Erdgeschoss, wo ein barrierefreier Zugang zum Museum möglich ist, sollen die Bauern- und Bürgerstuben erhalten werden und Ausstellungsflächen entstehen. Geplant ist eine neue Galerie mit Treppe und Plattformlift zum Zwischengeschoss.

Auch das Obergeschoss soll Ausstellungsfläche werden, mit einer Rampe ausgestattet den barrierefreien Zugang zum Erweiterungsbau ermöglichen. Insgesamt könnten laut Krügel so „110 Quadratmeter Magazinfläche und 285 Quadratmeter Ausstellungsfläche entstehen“.

Dr. Rolf Johannes, Vorsitzender des Museums-Vereins, zeigte sich erfreut über die Planungen und machte deutlich, dass der Verein sich an den Sanierungskosten beteiligen werde: 50 000 Euro stünden schon bereit, „wir wollen weiteres Geld einwerben“.

Die Grünen unterstützen den Vorschlag der Verwaltung, sagte Andreas Meihsies. Martin Bruns (SPD) lobte, dass in Verknüpfung mit dem Erweiterungsbau Ausstellungsflächen entstehen. „Wir müssen jedoch zusehen, dass wir die Sanierung in der Zeitschiene hinbekommen, damit die Sanierungskosten nicht aufgrund von steigenden Baukosten explodieren.“ Wolfgang Kuhn (CDU) forderte die Verwaltung auf, dass in der Beschlussvorlage fixiert wird, dass die Maßnahme erst in der Zeit von 2015 bis 2020 realisiert werde.