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Ein unvergesslicher Tag

lkö Lüneburg. Das Lied, mit dem Celine Meyer und ihre Mitschüler die Zuhörer in der Aula des Johanneums begeistern, heißt „Do you remember?“, zu Deutsch: Erinnerst du dich? Die Schülerin, die das Lied selbst komponiert hat, wird sich später sicher gerne an diesen Tag erinnern. Denn heute werden die neuen Musikräume des Johanneums eingeweiht. Zu diesem Anlass präsentieren die Gymnasiasten ihr musikalisches Können: einmal auf der Bühne der Aula und später auch beim Rundgang durch die neuen Räume.

Zehntklässlerin Lisa-Marie Reinhardt ist erleichtert: „Es war viel zu eng. Zum Glück wurden die Räume vergrößert.“ 75 Quadratmeter mehr stehen der Musikfachschaft jetzt zur Verfügung. 225 000 Euro habe der Umbau gekostet, 16 000 die Inneneinrichtung. „Die Zahlen sind gerechtfertigt“, findet Lüneburgs Bürgermeisterin Regina Baumgarten. „Das Johanneum hat so eine beeindruckende Geschichte, dann darf es auch neue Musikräume haben.“ Das Johanneum habe damals den dänischen Hofkapellmeister Johann Abraham Schulz hervorgebracht, wenn sowas nochmal gelänge, hätten doch das Johanneum und die Stadt Lüneburg alles richtig gemacht, findet sie.

Von August 2012 bis Februar 2013 wurde gebaut, die Schüler mussten vorübergehend in der Aula musizieren. Von der Idee des Umbaus bis zur Realisierung dauerte es gar zehn Jahre. Doch Schulleiter Friedrich Suhr ist zufrieden: „Was lange währt wird endlich gut.“ Mehr als gut sei es tatsächlich geworden, findet Musiklehrerin Waltraut Elle-Elbrechtz: „Das Unterrichten in den neuen Räumen ist viel angenehmer. Sie sind so schön hell und großzügig. Es finden jetzt bis zu 30 Schüler darin Platz.“

Einen großen Dank spricht Suhr an die Stadt Lüneburg aus, aber auch der Förderkreis und der Förderverein hätten viel zu den neuen Räumen beigetragen. Von der Anschaffung des Förderkreises können sich alle Anwesenden live überzeugen: Constantin von Estorff spielt, begleitet von seinen Mitschülern, auf dem 5000 Euro teuren Baritonsaxophon das Stück „Blue Monk“.

Karsten Hofmann vom Förderverein überreicht Suhr symbolisch einen Bilderrahmen, stellvertretend für die vielen Bilderrahmen, die jetzt dank des Vereins den Musikraum schmücken. Auch die Kunst-AG unter der Leitung von Katherine Dombrowski hat mitgeholfen, die Musikräume zu gestalten. Jetzt schlängeln sich blaue Linien über die Wände, es sind musizierende Hände, Kopfhörer und Schallplatten zu sehen. Schülerin Lilith Duer-Koch erklärt: „Die Linien stehen für den Fluß der Musik.“