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Duell der Schreihälse

ahe Lüneburg. Extra traininieren müssen die Tiere nicht, sie haben es im Blut. „Wenn sie Artgenossen sehen, müssen sie zeigen, wie toll sie sind. Da werden sie schon auf sich aufmerksam machen“, ist Uwe Dunkel sicher. Zusammen mit seinen rund 40 Kollegen des Geflügelzüchtervereins Lüneburg veranstaltet er am Mittwoch, 1. Mai, nach zehn Jahren Pause erstmals wieder ein Hähne-Wettkrähen. 33 Tiere gehen an den Start. Nicht der lauteste Hahn gewinnt, sondern der ausdauerndste. Wer binnen einer Stunde am häufigsten hörbar seine Konkurrenten beeindruckt, hat den Schnabel vorn.

Das Wettkrähen ist nur ein Programmpunkt beim Tag der offenen Tür. Von 10 bis 15 Uhr gibt es im Vogelpark an der Dahlenburger Landstraße mehr als 1000 Tiere – vom Zwerghuhn über die schwarze Trauergans bis zum Goldfasan – zu sehen, das Wettkrähen selbst steigt von 10.30 bis 11.30 Uhr. Daneben gibt es Gegrilltes und Getränke, Kinder können sich an Mitmachstationen beweisen, um ein Zertifikat als Hähnchenexperten zu bekommen.

Titus Steep ist schon ein Experte. Der 14-Jährige kümmert sich regelmäßig um seine Hühner, Papageien, Wellensittiche und Tauben. „Er ist einer von mehreren Jugendlichen, die neu im Verein sind. Große Nachwuchssorgen wie andere Vereine haben wir nicht“, sagt der Vorsitzende Adam Goldnik stolz. Dennoch würde er sich natürlich über weitere Jungzüchter freuen.