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Neubauten für die Kleinsten

kre Barendorf. Der Frühling sorgt für doppelt gute Laune bei Norbert Meyer. Erstens, weil nach dem langen Winter endlich wieder Farbe in die Natur zurückkehrt, und zweitens: „Weil wir jetzt mit dem Bau der Kinderkrippen in Barendorf und Wendisch Evern loslegen können“, erläutert der Ostheider Samtgemeindebürgermeister. Denn die Zeit drängt: Eigentlich sollte der Anbau an die Krippe in Barendorf schon zum 1. August bezugsfertig sein. „Das wird jetzt ein ambitioniertes Projekt“, sagt der Rathauschef schmunzelnd und räumt ein: „Ich fürchte, dass wir diesen Termin wohl nicht ganz einhalten können.“

Gleiches gilt auch für den Neubau der Kinderkrippe in Wendisch Evern. Auch hier ist der August-Termin nur noch Wunschdenken: „An den Start wird die Kinderkrippe in Wendisch Evern zum Oktober gehen“, verspricht Meyer.

Immerhin: Die Eltern können bereits sehen, dass es losgeht mit den Bauarbeiten. In Wendisch Evern etwa wurden schon die Bäume auf dem kleinen Areal zwischen Kindergarten und Mehrzweckhalle gefällt, um Platz zu schaffen für den Krippen-Neubau. Am heutigen Montag will die Samtgemeinde die Baufirma beauftragen, die den Rohbau hochziehen wird.

410 000 Euro soll die neue Kinderkrippe in Wendisch kosten, Platz für 15 Kinder bis zu drei Jahren bieten. Optisch wird sich der Bau in Klinkerbauweise in das bereits bestehende Ensemble aus Kindergarten, Schule, Mehrzweckhalle und Schützenhaus gut einfügen. „Mit der Krippe werden wir den Dorfmittelpunkt in Wendisch Evern abrunden“, glaubt der Samtgemeindechef.

Auf 400 000 Euro sind die Gesamtkosten der Erweiterung für die zweite Krippengruppe in Barendorf taxiert. Das Gebäude entsteht direkt neben der bereits vorhandenen Kinderkrippe am Heidweg. Verbunden werden beide Gebäude mit einem Durchgang. Bis zu 30 Kinder können dann in Barendorf betreut werden.

„Längere Diskussionen im Gemeinderat hatte es über den großen Walnussbaum gegeben, der im Garten der Barendorfer Kinderkrippe steht“, berichtet Meyer. „Es gab Stimmen, die den Baum am liebsten sofort gefällt hätten. Aus Sicherheitsgründen“, fasst der Samtgemeindebürgermeister die Stimmungslage zusammen. Im gültigen Bebauungsplan der Gemeinde sei an dieser Stelle jedoch ein Baum festgeschrieben. Norbert Meyers Kompromiss: „Wir werden den Baum jetzt durch einen Fachmann begutachten lassen.“ Sollte der Baum tatsächlich gefällt werden müssen, „werden wir einen neuen pflanzen“.

Mit dem Bau der beiden Krippen glaubt die Samtgemeinde Ostheide gut gewappnet zu sein für die Zukunft – schließlich ist sie dabei, das Angebot von aktuell 30 Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahren in der Samtgemeinde auf dann 60 zu erhöhen: 30 in Barendorf, 15 in Wendisch Evern – und 15 in Neetze. Denn auch dort hat sich etwas getan: Die Samtgemeinde hat eine Krippe für 15 Kinder in den Räumen der ehemaligen „Zwergenstube“ eingerichtet. „Die Einrichtung hat zuvor ein Verein betrieben, der nun in Neetze an anderer Stelle eine Großtagespflege unterhält.“ Ebenso wie Tanja Gronow und Kim Helwig, die aber noch eine geeignete Unterkunft suchen.