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Hübsche Tochter des Hotels Bergström

jj Lüneburg. „Fünf Jahre bis zur Eröffnung, viel zu lange für mich, hätte ich das vorher gewusst, wir würden heute nicht feiern“, orakelte Henning J. Claassen bei der Premiere für das Palais am Werder und setzte ein „Das war das letzte Mal“ hinterher. Die rund 150 Gäste aus der Lüneburger Gesellschaft lachten herzlich. Sie kennen Investor und Hotelbesitzer Claassen. Er wird ganz sicher einen weiteren Mosaikstein für sein Bergström-Reich am Wasser entdecken und es mit einer weiteren hübschen Tochter arrondieren. Jetzt präsentierte er erstmals und stolz sein Palais am Werder mit dem Festsaal, servierte Champagner-Senfsuppe mit Bündner Fleisch, Spargel und hausgemachtes Brot zum Verlieben.

Ehrengast Oberbürgermeister Ulrich Mädge erklärte den Gästen, was passiert, wenn Henning J. Claassen das nächste Objekt im Wasserviertel ins Auge fasst: „Dann kommt er mit einem Luftbild und sagt, ‚Schauen Sie mal hier‘. Er sucht sich gerne komplizierte Objekte.“ Das war so beim Bergström, bei der Lüner und der Abtsmühle, dem Wasserturm, der Mühleninsel, der Crato Villa oder dem Hotel Altes Kaufhaus. Und am Ende gestand der Investor den Gästen, dass längst neue Pläne stehen: eine Bäckerei in der Abstmühle, in der es das hausgemachte Bergström-Brot gibt. Für den Sohn einer alteingesessenen Bäckerfamilie, der einst mit der Tradition gebrochen hatte, auch eine Art kleiner Trost für die Familie. Und vorher öffnet noch die Wellnessoase „Bergström Spa“ auf der Mühleninsel. Henning J. Claassen wird eben nie fertig.

Was das Bauen in historischen Quartieren an Nerven kostet, davon könnte auch der Projektleiter und Claassen-Holding-Geschäftsführer Ulf Reinhardt einen Krimi schreiben. Der aber muss an die nächsten Baugenehmigungen denken – Freizeit wird für ihn wieder zum Fremdwort. Für solche Augenblicke hat OB Mädge nur einen Ansporn: „Oberbürgermeister, Verwaltung und Rat schaffen den Rahmen, der Mittelstand aber, der hier stark vertreten ist, gestaltet die Stadt. Zusammen schaffen wir die bekannte Lüneburger Lebensqualität.“

Fakten Palais am Werder:

Ballsaal ca. 360, Foyer ca. 240 und Galerie ca. 120 Quadratmeter, fünf weitere Konferenzräume, Tiefgarage mit 40 Plätzen, Kosten ca. 6 Millionen Euro.