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Blühendes Band für Bienen

ki Harmstorf. Um von einer eintönig leeren Landschaft durch eine fortschreitende Flurbereinigung und Intensivierung der Landwirtschaft und Monokulturen weg zu kommen, trafen sich Mitglieder des Lüneburger Streuobstwiesenvereins. Entlang der Streuobstwiese in Harmstorf legten sie jetzt einen dauerhaften Blühsaum an.

40 verschiedene regionaltypische Arten von Saaten wurden am Rand der Baumwiese in Zusammenarbeit mit dem Verein „biolog e.V.“ eingebracht. So soll wieder ein blühendes Band als Saumstruktur entstehen, das eine wichtige Funktion für Bestäubungsinsekten wie Bienen und Hummeln hat. Aber auch Vögel und Niederwild wie Feldhasen und Rebhühner profitieren, denn ein Feldsaum bietet Nahrung, Deckung und Schutz. Der Bio-Landwirt, der das Gelände zur Verfügung gestellt hat, hatte einen Seitenstreifen umgepflügt, damit das Saatgut eingebracht werden konnte.

Laut Veronika Heiringhoff-Campos aus Visselhövede von biolog e.V. ist die Anlage und der Schutz von Feldrainen ein wichtiges Ziel des Projektes „Säume und Raine – wichtige Lebensader der Natur“ und wird durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist es, so die Naturschützerin, dass wieder zahlreiche Feldsäume gemeinsam mit verschiedenen Institutionen auf ökologisch und konventionell wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben mit Regiosaatgut angelegt werden. Für den Lüneburger Streuobstwiesenverein biete das Projekt eine gute Möglichkeit, die im Rahmen des ebenfalls durch die Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes „Mit alten Obstsorten Neues schaffen!“ angelegte Streuobstwiese durch die Aussaat regionaler Kräuter und Gräsersamen sinnvoll zu ergänzen, versichern Cornelia Bretz und Julia Gerdsen vom Streuobstwiesenverein.

Bretz und Gerdsen berichteten, dass der Verein mit der „Schülerfirma Holzis“ aus Hitzacker zusammenarbeitet und eine Kooperation zur Betreuung der Wiese aufgebaut hat. „Wir wollen auch mit Institutionen vor Ort für eine Zusammenarbeit in Kontakt treten“, sagen die Naturschützerinnen.