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Kreisel für mehr Sicherheit

emi Bienenbüttel. Er soll die großflächige und unübersichtliche Kreuzung an der St. Michaelis-Kirche ersetzen, an der die Bahnhof- und Niendorfer straße sowie die Post- und die Uelzener Straße zusammenlaufen: In Bienenbüttel könnte schon im Frühjahr 2014 für 308 000 Euro ein neuer Kreisel gebaut werden. Über den Vorentwurf des Ingenieurbüros Rauchenberger für den geplanten Kreisverkehr wurde nun im Bau- und Planungsausschuss öffentlich diskutiert und abgestimmt: Der Entwurf soll jetzt den Anliegern, die einen Teil der Kosten tragen müssten, bei einem Bürgerabend vorgestellt werden. Das sagt Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke auf LZ-Nachfrage. Anschließend wird der Entwurf erneut in den Gremien beraten.

Der Kreisel ist laut Franke unter anderem zur „Steigerung der Verkehrssicherheit“ notwendig. Im Erläuterungsbericht zur geplanten Baumaßnahme heißt es: „Obwohl dieser Knotenpunkt so großflächig befestigt ist, kommt es häufig zu unübersichtlichen Verkehrssituationen. Städtebaulich ist die derzeitige Situation als absolut mangelhaft einzustufen.“ Der Kreisel soll Abhilfe schaffen.

Seinen Vorentwurf stellte in der Bauausschusssitzung der Geschäftsführer des ausführenden Ingenieurbüros, Martin Hannemann, vor. Demnach soll in Bienenbüttel ein langgestreckter, ovaler Kreisel entstehen, „weil die Kreuzungszufahrten recht weit auseinander liegen“. Die asphaltierte Fahrbahn soll fünf Meter breit werden: Computersimulationen hätten ergeben, dass auch Sattelschlepper den Kreisel mühelos passieren könnten. Außerdem ist ein abgesetzter Innenring aus Granitgroßpflaster geplant. Wie genau die Kreiselinnenfläche gestaltet werden soll, „das soll erst im nächsten Schritt geklärt werden, dazu wollen sich die Poltiker noch Gedanken machen“, sagt Hannemann. An den vier Fahrbahnanschlüssen sollen Mittelinseln als Überquerungshilfen entstehen. Offen ist nach Angaben von Dr. Merlin Franke auch noch, wie die Rad- und Gehwege geführt werden sollen. Es gebe verschiedene Varianten, die in den Fachausschüssen diskutiert werden müssten.

Auch im Bereich Bahnhofstraße, Kirchplatz einschließlich Kirchenumfeld und Niendorferstraße wird es Arbeiten an der Fahrbahn geben. Für die Kirchengemeinde St. Michaelis soll ein behindertengerechter Zugang zur Kirche geschaffen werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung und Umgestaltung dieses Teils des historischen Ortszentrums belaufen sich auf 722 000 Euro. Ein Großteil davon soll im Rahmen einer Städtebauförderung finanziert werden. Zudem tragen neben der Gemeinde Bienenbüttel auch der Kreis Uelzen, Anlieger und die Kirchengemeinde einen Kostenanteil.

Der Abschnitt der Bahnhofstraße zwischen den beiden Kreisverkehren wurde bereits im Jahr 2011 von der Gemeinde erneuert.