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Das verpackte Rathaus

red/sp Lüneburg. Das ehemalige Stadtarchiv an der Südseite des Lüneburger Rathauses samt altem Archiv und Bürgermeisterkörkammer verschwindet dieser Tage hinter einem Gerüst und einer Wetterschutzplane. „Zur Sanierung dieses Gebäudeteils müssen wir das Dach neu eindecken“, sagt Inga Reimers. Die Ingenieurin der Stadt ist zuständig für die Sanierungsarbeiten am alten Rathaus. Daneben werden auch die Fenster sowie das Mauerwerk des 114 Jahre alten Gebäudes restauriert. Die Arbeiten sollen etwa 15 Monate dauern und voraussichtlich 803 000 Euro kosten. Davon muss die Stadt 328 500 Euro selbst tragen, der Rest fließt aus Fördertöpfen.

„Die Dachziegel sind schadstoffbelastet und werden deshalb von einer Spezialfirma abgedeckt und entsorgt“, erklärt Inga Reimers. Bevor die Mitarbeiter der Firma starten können, wird jedoch ein Planendach gespannt. „Die historischen Malereien und die Innenausstattung der Räume sind sehr wertvoll und müssen vor der Witterung geschützt werden“, begründet die Ingenieurin.

Während sich die Dachdecker um Ziegel und Sparren kümmern, legen parallel auch Maurer und Tischler Hand an. „Das Mauerwerk wird saniert, es werden Risse verfüllt und Schäden beseitigt. Die hohen Fenster sind seit dem Einbau 1899 immer noch die ersten und müssen nun aufwändig restauriert werden. Dabei soll der Blick von außen auf das Gebäude historisch bewahrt bleiben“, verdeutlicht Inga Reimers.

Auch im Inneren des ehemaligen Archivs wird in den nächsten Monaten gearbeitet. Die Haustechnik sowie Elektro- und Heizungsanlagen werden zum Teil erneuert.

„Geplant ist, das ehemalige Archiv zu einem Sitzungsraum umzubauen. Dafür fehlt aber das nötige Geld, sodass wir uns erst einmal auf jene Arbeiten konzentriert haben, die dringend nötig sind, um das Gebäude zu schützen und zu erhalten“, berichtet Reimers.